Wie nenn ich meinen Dildo

Anette kam mit der Frage auf, „Wie nennst du denn jetzt Dein neues Spielzeug?“

Gute Frage! Nächste Frage… ist ein Dildo männlich oder weiblich? Das sollte Frau ja schließlich wissen, bevor sie einen Namen für ihr Spielzeug vergibt.

Ich bin ja der Meinung, wenn da irgendetwas in mich rein kommt, dann ist es das ein Abbild des „Besten Stückes“ eines Mannes (nein, nicht sein Bauch), und sollte deshalb auch heissen wie ein Mann.

Anette dagegen meint, nur Frauen brauchen einen Dildo, Männer haben ihr eigenes Spielzeug, also ist eine Dildo weiblich.

Die Leser dürfen übrigens gerne ihre Meinung dazu unter Kommentare abgeben.

Ich jedenfalls habe mich entschlossen, meinen Dildo „Ralf“ zu nenne. Nicht weil Ralf die Ableitung von Raphael ist, und das Ding für mich ein wahrer Engel, sondern…..dazu muss ich etwas weiter ausholen.

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich zur Zeit regelmäßig „dilaten“ muss.

Das muss man sich so vorstellen:

Zunächst breite ich auf dem Bett eine Wachstuch-Tischdecke aus, damit das Bett nicht eingesaut wird. Darauf kommt dann noch eine Krankenunterlage, damit Frau nicht auf dem glatten Wachstuch liegt. Am Kopfende stapel ich dann Kissen auf, damit mein Oberkörper etwas schräg und bequem liegt. Auf die Unterlage wird dann noch in Längsrichtung ein Kunststoffgürtel (ohne Schnalle) gelegt, auf den ich mich dann mitschiffs drauflege, sodass ich den Gürtel mit meinem Hintern festhalte, und das Ende zwischen den Beinen zu den Füßen ragt. Dann nehme ich mir meinen Dildo, aus Glas, 3,2mm Durchmesser, und mit Maßstrichen von 5“ bis 8“ von der Spitze an gemessen. Diesem Ding ziehe ich dann einen Kondom über. ( Dr. Suporn meint später brauche ich das dann nicht mehr… wenn der Aidstest bei dem Dildo negativ ist? Oder wann?)

Darauf kommt dann kräftig Gleitcreme, und ab hinein damit in die neue Körperöffnung, soweit wie möglich, bis an die Schmerzgrenze, dann wird der Gürtel hochgeschlagen, auf den Bauch, und dann kann ich mit Hilfe des Gürtels den Dildo in mir festhalten. So liege ich dann die nächste Stunde auf meinem Bett und warte ab, dass die Stunde vergeht.

Ihr könnt Euch vorstellen, wie aufregend das ist, vor allem wo es da unten ja noch an allen möglichen Ecken beisst und zwackt. Also gilt es sich irgendwie geistig zu beschäftigen.

Also ich sage Euch, wenn irgend wann in meinem späteren Leben ein Mann auf die Idee käme, seine stolzen 20cm in mich hinein zu schieben, um sie dann reglos die nächste Stunde in mir aufzubewahren, dann fliegt er raus, es sei denn, er könne so witzig und unterhaltsam von seinen Katzen erzählen wie Ralf Schmitz seinem Buch „Schmitz‘ Katze: Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal “. Ich habe beim Lesen diese Buches so gelacht, dass es schon bald schwierig war, den Dildo in mir zu behalten. Und deshalb habe mich beschlossen, meinen Dildo Ralf zu nennen.

Karin und Heinz, Ihr dürft Euch als Paten fühlen.