Giftun Azur Beach Resort

 

 

 

Das Giftun Azur ist kein normales Hotel, mit Etage √ľber Etage von Zimmern f√ľr die Touristen, sondern ein Bungalowpark. Alle Zimmer sind ebenerdig, und haben eine kleine Terrasse zum Garten hin. Ok, der Blick auf den Garten ist des √∂fteren ein Blick auf die Terrasse des Zimmers auf der anderen Seite des Weges, Aber das ist immer noch besser, als der Blick auf eine viel befahren Stra√üe.
Diese Reihenbungalows gibt es in verschiedenen Gr√∂√üen, f√ľr eine, zwei oder drei Personen und wahrscheinlich auch f√ľr ganze Familien.

Ich hatte meinen Reihen-End-Bungalow f√ľr mich allein.

Die erste Inspektion ergab, das das Zimmer mit Klimaanlage, Fernseher, K√ľhlschrank, einem Tischchen mit Wasserkocher und Kaffepulvert√ľten, zwei gro√üen Flaschen Trinkwasser und nat√ľrlich einem Bett ausgestattet war.

Alles wirkte etwas in die Jahre gekommen. Die Fernsteuerung der Klimaanlage funktionierte nicht, und der K√ľhlschrank wirkte wie vom Sperrm√ľll aufgesammelt. Daf√ľr stand er aber auch in dem Wandschrank, damit man ihn nicht sieht. Den dicken Eisschichten am Eisfach nach zu urteilen schien er aber zu funktionieren.
Der Schlag traf mich, als ich in das Bad guckte. Rostflecken im Waschbecken und in der Dusche . Und auf dem Fu√üboden kam mir Wasser entgegen geschwappt, das das offenbar irgendwie der Toilettensp√ľlung entsprang. Zuhause h√§tte ich jetzt gleich mein Werkzeug geholt, um dem Quell auf die Spur zu kommen, doch hier bin ich Gast und nicht Installateur. Also habe ich aufgeh√∂rt die Koffer aus zu packen und hab mich auf dem Weg zur Rezeption gemacht, um dort den Fehler zu monieren.
Man versprach mir, sich darum zu k√ľmmern. Tats√§chlich, keine viertel Stunde sp√§ter tauchte jemand auf, der sich das ganze angucken wollte. Die Aldi-T√ľte als Werkzeugkoffer wirkte nicht sehr professionell, aber 10 Minuten sp√§ter hatte er im Sp√ľlkasten irgend ein Teil ausgetauscht, und die Quelle war versiegt. Und kaum war der Klempner weg kam auch schon jemand mit einem Feudel, und nahm das √ľberfl√ľssige Wasser im Bad auf.

Das Hotel hat insgesamt sieben Restaurants. Von denen zumindest 3 vollst√§ndig im „All inclusive“ enthalten sind. Das ist zum einen das gro√üe Hotelrestaurant, in dem es Fr√ľhst√ľcks- und Abendb√ľffet gibt. Die K√ľche ist Europ√§isch mit Ankl√§ngen an √Ągyptische K√ľche. SChnitzel oder sonstiges Schweinfleisch sucht man hier vergebens.¬† Dann gibt es ein Restaurant mit einen Buffet mit √§gyptischer K√ľche, das nur abends ge√∂ffnet ist, und ein Strandrestaurant das mittags ein Buffet anbietet.

 

Auserdem gibt es eine Pizzeria in der „All Inc.“-G√§ste f√ľr 12 Euro Aufpreis a la carte Pizza essen k√∂nnen, aber auch Kamelsteak und Kamelschinken auf Melone.
Des weiteren gibt es ein asiatisches Restaurant, und ein Brasilianisches (f√ľr je 12‚ā¨ Zuzahlung),sowie ein Fischrestaurant mit einem Zuschlag von 6‚ā¨.

Diese a la carte Restaurants haben abwechselnd an verschiedenen Tagen der Woche geöffnet.

Ausserdem gibt es noch diverse Cafes oder Bars in denen man sitzen, etwas trinken, Musik hören oder eine Shisha genießen kann.

Das Hotel hat keine Probleme damit, wenn man ein Haustier mit bringt. Ich habe aber keinen der G√§ste gesehen, die ein eigenes Tier dabei hatten. Daf√ľr liefen aber jede Menge Katzen auf dem Gel√§nde herum, die auch von den Stammg√§sten liebevoll betreut und gef√ľttert werden. Nur dass man sie in den Restaurants f√ľttert wird nicht gern gesehen.¬†

Ausserdem lief auch noch regelm√§√üig ein Kamel √ľber das Resortgel√§nde und den Strand, und gegen einen entsprechenden Obulus h√§tte man darauf auch reiten k√∂nnen

Und dann stand eines Tages auch noch ein Elefant in meinem Bett.

Die beiden Zimmerm√§nnchen (Zimmerm√§dchen habe ich in dem ganzen Hotel nicht gesehen) hatten an mir wohl einen Narren gefressen, und mir dieses Tier aus Handt√ľchern und Kopfkissen ins Bett gestellt.

Zum Abschied bekam ich von den Beiden dann auch noch zwei Hibiskusbl√ľten geschenkt.

Damit komme ich zum Thema Trinkgeld.
Die meisten Touristen sind hier so erzogen, dass sie f√ľr jedes „Hallo wie gehts“ in die Tasche greifen und dem Gr√ľ√üenden eine M√ľnze in die Hand dr√ľcken.

Da es aber kaum √§gyptische M√ľnzen gibt, nimmt man halt 1 ‚ā¨ M√ľnzen oder 50 ‚ā¨-Cent M√ľnzen. Mit diesen M√ľnzen k√∂nnen die √§gyptischen Ameisen aber nichts anfangen. Noch nicht einmal Banken sind bereit europ√§isches Kleingeld in √§gyptische Pfund zu tauschen. Also m√ľssen die Touristen herhalten, und das Klimpergeld irgendwann in Scheine tauschen. Damit kommt dann auch wieder Kleingeld auf den Markt, dass man den hilfreichen Geistern in die Hand dr√ľcken kann. Es wird davon geredet, dass auf die Art und Weise einige Tausend Euro Kleingeld in jedem der Hotels im Kreis laufen.