Tauchen bei James & Mac

Ich bin ja nicht nach Ă„gypten geflogen um faul am Strand zu liegen, oder um mir irgend welche Mumien oder sonstige AltertĂĽmer an zu gucken, sondern weil ich einmal in meinem  Leben Korallenriffe und bunter Fische in ihrer natĂĽrlichen Umgebung sehen wollte.

Deshalb hatte ich mir von vorne herein ein Hotel ausgesucht, das nicht zu weit vom Flughafen entfernt ist, und das eine Tauchbasis gleich auf dem Gelände hat.

Das Giftun Azur ist so ein Hotel, und die Tauchbasis ist

das

Ich hatte schon, bevor ich die Reise gebucht habe an James&Mac geschrieben, ob es denn überhaupt Sinn macht, als Anfängerin, ohne Seeerfahrung, nicht mehr ganz jung zu ihnen zum Tauchen zu kommen, oder ob ich, vorsichtshalber erst mal noch einen erweiterten Tauchkurs buchen sollte.

Sehr schnell bekam ich dann von James die Antwort, dass ich vielleicht unerfahren sei, aber das einzige was dagegen hilft sei Tauchen und nicht irgend welche Kurse zu machen. Ich sei also herzlich bei ihnen Willkommen.

Bei James und Mac kann man schon von Deutschland aus Tauchpakete und Ausrüstung buchen. Die Bezahlung erfolgt dabei auf eine deutsche Bank, und dafür bekommt man noch bis zu 15% Rabatt. Ich hatte 3,5 Tage gebucht und für diese Zeit auch die komplette Ausrüstung, denn das war in der Summe billiger als Tauchgepäck bei der Fluggesellschaft extra zu buchen.

3,5 Tage Tauchen entspricht 7 Tauchgängen an 4 Tagen.

Am ersten Tag wird nur ein Tauchgang gemacht um sich an das Wasser zu gewöhnen.
Die Tauchbasis sichert sich durch diesen Tauchgang ab, dass sie weiß ob der jeweilige Taucher tatsächlich die Fähigkeiten hat, die seine Papiere ihm bescheinigen, und für mich war dieser Tauchgang sehr wichtig, weil ich bisher noch nie unter diesen Bedingungen getaucht habe.

Das fing schon mit der Ausrüstung an. In Deutschland taucht man fast ausschließlich in Kaltwasser. Deshalb steckt man beim Tauchen auch immer in einem Anzug, der den ganzen Körper einschließt und von Kopf bis Fuß und Fingerspitzen warm hält. Im roten Meer, bei 27° Wassertemperatur langte es, den Rumpf etwas zu schützen, Arme, Beine und Kopf aber konnten frei bleiben.

Das Wasser im roten Meer ist extrem salzig, und damit hat man dort mehr Auftrieb als im SĂĽĂźwasser. Diesen Auftrieb muss man durch Mitnahme von Blei ausgleichen. DafĂĽr haben Taucher extra Taschen oder GĂĽrtel  zur Aufnahme von BleistĂĽcken. Je nach AusrĂĽstung und Körperstatur variiert die Menge  des benötigten Bleis. Bei mir sorgte meine wärmende Fettschicht dafĂĽr, dass ich 12 kg Blei benötigte um ĂĽberhaupt abtauchen zu können.

Aber lasst mich von vorne beginnen.

J&M hatten mir geschrieben, dass ich am 2. Tag meines Aufenthalts gegen 10:00 zur Tauchbasis kommen soll, um dort meine AusrĂĽstung zu bekommen, und in die Gepflogenheiten der Basis eingewiesen zu werden.
PĂĽnktlich kurz vor Neun erschien ich dort also mit meinen Ausweisen, und den Teilen meiner AusrĂĽstung, die ich mir nicht leihen wollte.
Ausser einer gelangweilten Person, die da rum saĂź, war dort noch nichts los.
Diese gelangweilte Person stellte sich als Hermann der Tauchlehrer und Guide  heraus, der mit einmal gar nicht mehr gelangweilt seinen österreichischen Charme versprĂĽhte, so wie man das von Ski-, Segel- und halt auch Tauchlehrern erwarten darf. Schnell wurden Tauchtauglichkeit, Brevet und Logbuch ĂĽberprĂĽft und abgehakt, und schon ging es zur Ausgabe der AusrĂĽstung.

So nach und nach trödelten dann noch mehr Leute ein, die von Hermann in Empfang genommen wurden.

Es war dann wohl kurz nach 11:00 bis wir alle mit unseren Taschen voller AusrĂĽstung uns zur „Abu Salam“ begaben um zum Tauchrevier zu fahren.

Auf dem Weg zum Tauchplatz erzählten uns Hermann und Yvonne, was uns unter Wasser erwartet. Dafür hatten sie grob auf einer Tafel das Riff skizziert, markiert, wo wir ins Wasser gehen, und wo wir wieder zurück aufs Schiff kommen.
Dann wurden die Gruppen eingeteilt, wer mit wem taucht. Die Neulinge sollten mit Yvonne tauchen, die Erfahreneren mit Hermann.,Unter Wasser wĂĽrde Yvonne dann checken, ob wir mit dem Blei hinkommen, und die wichtigsten Ăśbungen wie Maske ausblasen und Regler einfangen ĂĽberprĂĽfen.

Dann hieß es Geräte fertig machen, anziehen und ab ins Wasser.
Das war dann doch etwas anders als zu Hause am heimischen See. Auf offener See, mit Kilo weise Ausrüstung am Leib in unbekannte Tiefen springen ist irgend wie gegen jede Vernunft und gegen das was ich während der Seefahrtszeit gelernt habe. Nur mein Verstand sagte mir, dass mit meiner Ausrüstung, die ich extra überprüft hatte , da gar nichts passieren kann. Und siehe da, als es dann ans abtauchen ging, Luft aus dem Jacket, Arme nach Oben und tief ausatmen, passierte gar nichts. Wie ein Korken blieb ich an der Wasseroberfläche kleben. Erst nachdem ich noch zwei weitere Kilo Blei in meine Taschen gesteckt hatte gelang es mir unter Wasser zu gelangen.

Unter Wasser war ich dann überwältigt von den Farben und dem Leben in den Korallen. Blaue, gelbe, rote und bute Fische schwammen dort umher. Korallen in allen möglichen Formationen wuchsen dort auf den Felsen.
An einer Stelle warb auch eine besonders prächtige rote rote Koralle, die am Rand des Riffs wuchs, bis ich bemerkte, dass es sich nicht um eine Koralle sondern um einen Schwarm Fische handelte, der dort den Rand des Riffs säumte.

Wieder an Bord gab es ein wundervolles ägyptisches Mittagessen, und dann ging es wieder zurĂĽck in den Hafen , wo dann im „Schab Stella“, der Bar der Tauchbasis bei einem kĂĽhlen Dekobier die LogbĂĽcher ausgefĂĽllt wurden und die Erfahrungen des Tages bekakelt wurden.

Im offiziellen Logbuch der Tauchlehrer liest sich das so:

 

https://www.james-mac.com/das-schiffslogbuch-im-november-2018/18/
Abu Salama mit Hermann und Yvonne

Wir sind heute volle Fahrt voraus nach Shaab Eshta Soraya gedüst. Auf dem Weg bekamen unsere neuen Tauchgäste ein ausführliches Briefing über das Boot, die Ausrüstung an Bord und den Ablauf. Während der Fahrt hatten wir genug Zeit, das Equipment zu montieren und noch ein Käffchen zu trinken. Am Tauchplatz angekommen gab es wieder ein detailliertes Briefing über das Riff und die Sicherheitsvorkehrungen.

Eingeteilt in verschiedene Teams ging es dann auch schon ins Wasser. Zu Beginn zeigte sich schon das Highlight: Ein Flügelrossfisch! Danach präsentierten sich sehr neugierige Makrelen, Blaupunkt Rochen, Clownfische, Riesen Muränen und viel Kleinfisch. Nach dem Tauchgang ging es an die Magawish Insel, an welcher wir Mittagessen und entspannen konnten. Den Tag lassen wir jetzt noch in der Shaab Stella ausklingen und füllen die neuen Preise-Pässe mit den ersten Stempeln.
Herzlich willkommen an alle neuen James & Mac Gäste!

Am nächsten  Tag ging es dann schon „frĂĽh“ Morgens los. Um kurz nach Acht wurden die Listen ausgehängt, wer mit welchem Boot fährt. Jeder begab sich dann zu dem ihm zugewiesenen Boot und schon ging es los. Ich war diesmal auf der „Abu Scharara“. Hermann und Yvonne fragten, wohin wir denn gerne möchten, aber mir war jedes Ziel recht, da fĂĽr mich ein genau so neu war wie das andere.

Auf dem Weg zum Riff wurde der SchiffsfĂĽhrer mit einem mal fĂĽrchterlich aufgeregt, änderte recht abrupt den Kurs. Ein Schwarm Möwen zeigten, dass da irgend etwas ungewöhnliches im Wasser sein muss. Ein Walhai war gesichtet. Wie die Lemminge sprangen Herrmann und die meisten der Taucher an Bord ins Wasser, um dies riesige Tier vom Wasser aus zu beobachten. Ich kalkulierte, dass ich fĂĽr Umziehen, Maske, Schnorchel und Flossen suchen, finden und anziehen so lange brauchen werde, dass das Tier bis dahin verschwunden sein wird. Also zog ich es vor, lieber den Walhai von Bord aus zu bewundern. Mit geschätzten 7 m Länge hatte er  schon eine beeindruckende Größe.

Nachdem der Walhai sich verzogen hatte und alle „Lemminge“ wieder an Bord waren fuhren wir weiter zu dem ersten Riff an dem Tag. Die Taucher teilten sich auf, die einen machten einen Drift-Tauchgang, die anderen tauchten rund um das verankerte Boot. Ich zog es vor, in der Nähe vom Boot zu bleiben, und auch das war sehr schön. Jede Menge bunte Korallen und Fische, die Reste eines Schiffswra

Das Schiffslogbuch im November 2018


Abu Scharara mit Hermann und Yvonne

Der erste Tauchplatz wurde schnell beschlossen – Carlsons Corner! Eine Gruppe – Drift One Way und die zweite tauchte stationär weg. Aber!!! Unser Walhaiflüsterer Onkel Adel hatte wieder mal den richtigen Riecher. Ein voll relaxter großer Walhai schwamm gemütlich kurz vor Abu Ramada. Schnorchel Erlebnis pur!! Begleitet von Schiffshalter und kleiner Gruppe Tuna’s hatten alle genug Zeit diesen außergewöhnlichen Meeresbewohner ausgiebig zu bestaunen.

Nach entspanntem, strömungsfreien Tauchgang gab’s die Mittagspause natürlich mit leckerem Essen und danach Bilder vergleich vom Walhai! Danach betauchten wir Quais Cave nach Maksur als Pick Up. Immer wieder ein richtig toller Tauchplatz. Zu sehen gab’s: Rotfeuerfische, sehr viel Schwamfisch, Gruppe von Makrelen, einen Schwarzpunkt-Stechrochen, Garnelen, einige Blaupunkt-Stechrochen, Rotmeer Seenadeln und einen Echten und einen Falschen Steinfisch. Ein echt affengeiler Tag!

cks und Unmengen von anderen Tauchern, Schnuppertauchern und Schnorchlern. Nicht nur unser  Boot hatte sich heute dieses Riff zum Tauchen ausgesucht, sondern scheinbar auch noch jede andere Tauchbasis in Hurghada.

Anschließend gab es ein wundervolles Mittagessen, das die Crew des Bootes irgendwie gezaubert hatte, und dann noch eine schöne Siesta bis es an den nächsten Tauchgang ging.

Der war dann etwas ganz neues für mich. Auf der einen Seite eines Riffs gingen wir ins Wasser, dann tauchten wir bis zur anderen Seite und warteten dann an der Wasseroberfläche dass das Boot uns wieder einsammelt.

Das ist schon etwas unheimlich, da mitten im Großen Meer zu schwimmen, kein Land in Sicht, und das nächste Boot so weit weg, dass man es kaum noch erkennen kann. Wie soll das Boot dann die paar Köpfe im Wasser finden können? Mein Respekt für die Menschen, die außenbordsgefallen erst nach Stunden wieder gefunden und gerettet werden, stieg noch ein Stückchen weiter.

Es hat aber alles geklappt, die „Scharara“ hat uns gefunden und alle wieder sicher an Bord geholt. Danach ging es zurĂĽck zur Basis ins Schab Stella fĂĽr das Dekobier.

Auch hier der Eintrag aus dem Logbuch der Tauchbasis:

https://www.james-mac.com/das-schiffslogbuch-im-november-2018/17/
Abu Scharara mit Hermann und Yvonne

Der erste Tauchplatz wurde schnell beschlossen – Carlsons Corner! Eine Gruppe – Drift One Way und die zweite tauchte stationär weg. Aber!!! Unser Walhaiflüsterer Onkel Adel hatte wieder mal den richtigen Riecher. Ein voll relaxter großer Walhai schwamm gemütlich kurz vor Abu Ramada. Schnorchel Erlebnis pur!! Begleitet von Schiffshalter und kleiner Gruppe Tuna’s hatten alle genug Zeit diesen außergewöhnlichen Meeresbewohner ausgiebig zu bestaunen.

Nach entspanntem, strömungsfreien Tauchgang gab’s die Mittagspause natürlich mit leckerem Essen und danach Bilder vergleich vom Walhai! Danach betauchten wir Quais Cave nach Maksur als Pick Up. Immer wieder ein richtig toller Tauchplatz. Zu sehen gab’s: Rotfeuerfische, sehr viel Schwamfisch, Gruppe von Makrelen, einen Schwarzpunkt-Stechrochen, Garnelen, einige Blaupunkt-Stechrochen, Rotmeer Seenadeln und einen Echten und einen Falschen Steinfisch. Ein echt affengeiler Tag!