Dänemark Februar ’07

Wie schon so oft in den vergangenen Jahren, seit unsere Kinder „aus dem Haus “ sind und wir verreisen können, ohne auf Schulferien RĂĽcksicht nehmen zu mĂĽssen, zieht es uns zum Jahrenanfang in den Norden, nach Dänemark.
Da wir etwas Wellness und Komfort suchten, haben wir uns im Norden , in der Nähe von Lemwig , zwischen Nordsee und Limfjord, ein hübsches Häuschen gebucht.
Doch die An- und Abreise im Womo zog sich ĂĽber jeweils mehrere Tage und mehrere Stationen hin, denn wir sind ja in Urlaub …………und nicht auf der Flucht!

Am Donnerstag, dem 8. Februar sind wir hier vormittags losgefahren, und sind über Landstrassen bis zur Elbefähre Glückstadt-Wischhafen gefahren.
Schon nach kurzer Wartezeit durften wir auf die Fähre und bekamen den schönsten Platz ganz vorne zugewiesen, den Platz mit der schönsten Aussicht!

Als die Fähre dann auslief, begleiteten uns hunderte von Möwen …… es war schon fast wie im Film „Die Vögel“!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter ging´s bei dunstigen , aber trockenen und kalten Wetter bis nach Tönning, wo wir feststellen mussten, dass der wundervolle Fischladen im Hafen ausserhalb der Saison nur vormittags geöffnet hat, also mussten wir unser Abendessen im örtlichen Supermarkt einkaufen.
Übernachtet haben wir auf dem schönen Stellplatz, der zum CP Komfort-Camp Eider gehört.
Der Platz liegt neben dem CP, auf Deichhöhe, und bietet einen wundervollen Blick über die Eider.
Saubere Sanitäranlagen, behinderten- und familiengerecht, nur mit einer Codenummer zu betreten, befinden sich im Gebäude der DLRG direkt neben dem Stellplatz, und auch eine gute V/E ist direkt neben dem Platz.
Anmeldung und Kasse sind an der Rezeption des CP, wo man auch die Codenummer fĂĽr die Sani-anlagen bekommt.
Ein erfreulicher Platz, der uns fĂĽr Womo, 2 Personen, 2 Hunde, Strom und Benutzung der Toilettenanlagen 12 Euro gekostet hat.
Fotos gibt´s hier leider keine, dafür war es zu dunstig!

Am nächsten Tag sind wir bei eisigen Temperaturen, gelegentlichem leichtem Schneefall und viel Wind weitergefahren bis nach Hvide Sande am Ringköbing-Fjord.
Hier hatte dann ein guter Fischladen offen, so dass wir endlich ein feines Fischgericht auf den Tisch bekamen!
Als Vorspeise gab´s geräucherte Knoblauchgarnelen, was ganz feines!
Und danach konnten wir auch schon den Lengfisch „auspacken“. Wilfried hatte die FischstĂĽcke nämlich mit einer Scheibe Zitrone und ein paar Kräutern in einen Plastikbeutel verpackt, möglichst viel Luft herausgesaugt, den Beutel fest verschlossen und fĂĽr 15 Minuten in leicht köchelndes Wasser gelegt!
Der Fisch schmeckte wundervoll, und hatte eine ganz eigenen, sehr feinen Sud in dem Kochbeutel entwickelt, der , nur leicht gesalzen und gepfeffert, eine herrliche Sauce auf Reis ergab!

Auch hier habe ich keine Fotos gemacht, obwohl wir den Strandspaziergang mit den Hunden nachmittags ohne Schnee und mit guter Sicht geniessen konnten, aber ich habe ja noch ein Foto von 2004 !


Was fĂĽr ein schöner CP ……… jedenfalls im Winter, wenn nur wenige Menschen da sind!

Ja, und am Samstag sind wir dann noch die wenigen Kilometer zur Ferienhausvermietung gefahren – natĂĽrlich nach dem obligatorischen Einkauf fĂĽr FrĂĽhstĂĽck und Abendessen !
Obwohl wir zu frĂĽh dran waren, bekamen wir schon den SchlĂĽssel, und konnten das Haus „in Besitz“ nehmen fĂĽr eine Woche!
Und was fĂĽr ein Haus!
Eingekuschelt zwischen den DĂĽnen und einem Wäldchen, umgeben – aber mit weiten Abständen – von anderen Ferienhäusern und nur 200 Meter von den hohen StranddĂĽnen und dem Meer entfernt. Ein Haus fĂĽr 10 Personen, ganz fĂĽr uns „zwei beide“!
Eigentlich sollten wir ja zu fĂĽnft sein, aber unsere Freunde mussten krankheitsbedingt absagen, was uns die ganze Zeit ĂĽber ein bisschen wehmĂĽtig gestimmt hat, denn wir hatten uns auf die Zeit mit lieben Freunden sehr gefreut !

Aber nun lasse ich einfach „Bilder sprechen“!

  • ....das Wohnzimmer

In der Woche, in der wir in diesem Haus gewohnt haben, haben wir natĂĽrlich nicht nur „nichts“ getan, sondern auch viele AusflĂĽge in die umliegenden Städtchen und zu den SehenswĂĽrdigkeiten gemacht.
Sehenswert und zum Bummeln hervoragend geeignet sind Lemwig und Struer. Beide Städtchen bieten im Hafen gute Parkplatzmöglichkeiten auch fĂĽr grössere Wohnmobile, und zur Fussgängerzone sind es dann nur noch wenige Meter! In Lemvig gibt es am unteren Ende der schönen Fussgängerzone, kurz bevor man wieder am Hafen ist,  auf der rechten Seite einen winzigen Käseladen, der Käse aus kleinen Käsereien der Umgebung anbietet – derbe Köstlichkeiten, die , dick mit dem Taschenmesser geschnitten, auf einem Brötchen am Strand besonders gut schmecken  – etwas Sand darf nicht fehlen ! Und die beiden Fischgeschäfte im Hafen sind hervorragend !
Thyborön ist schon wegen des Aquariums und des „Kystcentrets“ einen Besuch wert.

Das Kystcentret ist ……… kein Museum, kein Spielplatz, keine Unterrichtshalle, aber ein bisschen was von allem dreien!
Hier wird anschaulich und nachvollziehbar gezeigt, wie Ebbe und Flut die Küste beeinflusst, wie Wellen entstehen, Deiche brechen, Sandbänke entstehen und vieles, vieles mee(h)r ! Man kann selbst Wellen erzeugen, Deiche bauen, Ebbe und Flut entstehen lassen, Ärmel hochkrempeln und im Sand buddeln, also ein tolles Zentrum für Kinder und kindlich gebliebene, die spielerisch lernen und viel Spass haben wollen!
Wir waren zum dritten und bestimmt nicht zum letzten mal dort!

……….Ă„rmel hochkrempeln, hatte ich doch gesagt!

 

 

 

 

 

Hier kann man Sandbänke bauen und beobachten, wie die ständigen Wellen diese zerstören, und man kann daraus lernen, wie künstliche Sandbänke zum Küstenschutz aufgebaut und aufgeschüttet werden müssen.

Deichbruch!

 

 

 

 

 

 

Wellenmacher oder Schaumschläger??????????

 

 

 

 

 

 

 

 

Und was passiert mit Dänemark, wenn der Meeresspiegel ansteigt?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…..grosse und kleine Spielkinder ……….

 

 

 

 

 

………..können beobachten, wie der selbstgebaute Deich der Sturmflut nachgibt und das Holzhäuschen ĂĽberflutet!

 

 

 

 

Es gibt eine Mal- und Bastelecke, Mikroskope zum Muschel- und Sandstudium, Erklärungen zu Steinen und Gesteinen und vieles mehr, und auch die Tierwelt sowie die Vergangenheit dieser stürmischen Küste kommen nicht zu kurz!
Es lohnt sich wirklich!

Kystcentret Thyboron

Neben dem Kystcentret gibt es gerade fĂĽr Familien mit Kindern viele Möglichkeiten, aktiv zu werden………..nicht nur die wundervollen Strände und DĂĽnen! Das Thyboron Aquarium mit „Streichelbecken“ und Bernsteinsuche macht Kindern viel Spass. Das Hornmuseum ist klein, aber fein und bietet Mitbringsel fĂĽr die Lieben daheim, die nicht so alltäglich sind. Diverse Kerzengeschäfte, in denen man – und Kind – Kerzen selbst ziehen kann, locken zum Mitmachen, das Schmiedemuseum ist einen Besuch wert………..und wer so richtige „Touri-Fallen“ liebt, kommt beim „Schneckenhaus“, einem komplett mit Muscheln und Schnecken verzierten kleinen Haus mit Schneckenmuseum und -verkauf voll auf seine Kosten!
Am besten holt man sich bei der Ferienhausvermietung oder einem Touri-BĂĽro die deutschsprachige Saisonzeitung, die regional unterteilt und sehr informativ ist!

Auf einem unserer StreifzĂĽge fanden wir diesen vom letzten Sturm doch etwas „zerzaussten“ Wohnwagen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…………….und das Ferienhaus fĂĽr´s kommende Jahr! Auf einer Klippe, mit Blick auf die Nordsee! Sobald als möglich werden wir dieses Traumhaus reservieren lassen fĂĽr uns!

Natürlich haben auch unsere Hunde die langen Spaziergänge an den endlosen, menschenleeren Stränden genossen!

Ups…………..das war vor 2 Jahren!

 

 

 

 

 

Hier ein aktuelleres Foto vom Strand von Ebeltoft an der Ostsee!

Aber es gibt ja nicht nur Strand und DĂĽnen dort im Norden – endlose Wälder, „Plantagen“ genannt, laden zu langen Spaziergängen ein, bei denen man sogar Biberkolonien beobachten kann!
Nein, das hier war kein lieber Biber, das war wohl der letzte Wintersturm!

Abends waren unsere zwei Wuffels dann oft äusserst hungrig, und nach dem Fressen „hundemĂĽde“!


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber nicht nur die Hunde hatten durch die vielen Spaziergänge einen „gesunden“ Apetit !

Leider war die Woche in diesem schönen und komfortablen Haus viel zu schnell vorbei !
Aber wir haben ja noch ein wenig „Urlaub ĂĽbrig“, also geht´s jetzt an die Ostsee, nach Ebeltoft, weil ich unbedingt nach Greenaa in das Aquarium will und der nächste geöffnete CP in Ebeltoft ist, weil Ebeltoft ein hĂĽbschen Städtchen ist und weil der dortige Supermarkt sehr leckere, selbst zubereitete warme Gerichte zum mitnehmen bietet!
Ja, ich weiss: das Auge isst mit……………und bei uns reist halt der Magen mit und bestimmt auch gelegentlich das Reiseziel!

Der CP in Ebeltoft liegt sehr schön, nahe am Strand, nahe am Städtchen, und er ist auch nicht zu teuer!
380 Kronen , umgerechnet rund 52 Euro haben wir fĂĽr Womo, 2 Personen, 2 Hunde und Strom bezahlt – fĂĽr 2 Ăśbernachtungen !
Allerdings haben wir ein bisschen protestiert, als wir gefragt wurden, wie oft wir unsere Toilettenkassette geleert hätten, und als uns dann 40 Kronen pro Entleerung angerechnet wurden . Auf´s Klo gehen darf man kostenlos, doch wenn man die Schiete „gesammelt“ anbringt, muss man zahlen????????????

Na, egal, schön war´s dann doch dort!

Das Aquarium in Greenaa,das „Kattegatt Centret„, das wir dann am nächsten Tag besucht haben, muss man gesehen haben – beschreiben kann man es nicht! Riesige Aquarien, in denen Haie und grosse Rochen schwimmen , und man kann in einem gläsernen Tunnel unter Wasser durch dieses Becken laufen! Kleine und grosse Becken, die verschiedene Unterwasserwelten zeigen: Hafengebiete, SteilkĂĽsten, flache SandkĂĽsten, Riffe und vieles mehr ! Eine „Lagune“ draussen, wo die Kinder im Sommer schnorcheln und nach Krebsen und Muscheln suche können, und ein Becken, in dem Taucher mit den Fischen schwimmen ! Da darf man sogar als „Gast“ unter Anleitung eines Tauchlehrers so richtig mit Flasche , Taucheranzug, Flossen und BleigĂĽrtel zwischen den grossen und kleinen Fischen herumschwimmen!

Leider sind die Fotos alle nicht so gut geworden, weil die Glasscheiben der Aquarien das leider notwendige Blitzlicht reflektierten und von den Fischen nicht http://www.kattegatcentret.dk/de/viel zu sehen ist!
Ich versuch´s trotzdem mal mit zwei Fotos aus dem Unterwassertunnel!

Das hier zeigt einen Rochen, der „zum Anfassen“ nahe ĂĽber mir langgeschwommen ist!

Da schwimmt ein Hai ĂĽber mir !
Ich esse ja sehr gerne Hai, aber ich fürchte, ihm geht´s umgekehrt genau so!

 

 

 

 

Ein letzter Spaziergang am Strand, und wieder geht ein wundervoller Tag zu Ende!

Am Montag sind wir dann gemütlich gen Süden gefahren, und haben uns am späten Nachmittag in Maasholm auf den schönen und komfortablen Womostellplatz gestellt.

Am Dienstag sind wir dann ĂĽber Landstrassen, zum Teil am Nord-Ostsee-Kanal entlang noch zu Schwiegermutter gefahren, und nach einem netten Abend mit ihr und einer ruhigen Nacht auf ihrem Hof zog es uns, auch wegen des schlechten Wetters, nach hause!

Hier noch zwei „Abschlussbilder“ vom Kanal!


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz zum Schluss noch ein paar Reiseinfos zu Dänemark.

Dänemarks Währung ist immer noch die Krone, allerdings wird der Euro fast überall, zum Teil sogar an den Tankstellenautomaten, die Bargeld nehmen , akzeptiert! Im allgemeinen wird gerechnet 7,25 dk = 1 Euro.
Dänemark galt lange als teures Reiseziel, was so nun nicht mehr ganz stimmt. Dadurch, dass in Deutschland alles teurer geworden ist, ist der Unterschied kleiner geworden, und zum Teil liegen die dänischen Preise unter den deutschen.
Zigaretten: wenn man dänische Marken, wie zum Beispiel „LA“ (gibt es als light, normal und menthol ) kauft, kostet die Schachtel 23,50 Kronen = 3.35 Euro …………… allerdings sind noch ganz altmodisch 20 Zigaretten in der Schachtel!

An den Tankstellen muss man sehr aufpassen, die Preisunterschiede sind gewaltig. Die Spanne fĂĽr einen Liter Diesel liegt zwischen 6,99 dk = 95 Cent, und 8,25 dk = 1,14 Euro ! GĂĽnstig sind immer die Automatentankstellen, doch die akzeptieren nicht immer Kreditkarten, sie haben oft ihre eigenen Karten.

Alkohol ist immer noch recht teuer, allerdings hat der auch in Dänemark allgegenwärtige „Aldi“ die Preise allgemein „gedrĂĽckt“. Man bekommt dort einen recht guten schottischen Whiskey oder einen Aquavit der „No Name-Marke“ durchaus schon fĂĽr um die 10 Euro.

Die Lebensmittelpreise sind durchaus mit den unseren zu vergleichen, vor allem, wenn man dänische Waren und nicht Importartikel wählt.