BĂĄstad

24.09.07


Auschecken vom CP Hafsten Camping Resort – wir zahlen 780 SEK = 85 Euro fĂĽr 5 Ăśbernachtungen, incl. Strom und Hunde – knapp 17 Euro pro Tag.

Heute ist mal wieder „Fahrtag“ angesagt, ĂĽber Myggenäs – wegen des guten Supermarktes ) fahren wir an Göteborg vorbei 180 km nach SĂĽden. wo wir sĂĽdlich von Halmstad, bei Bastad/Torekov , den

CP „First Camp Torekov

finden .

Wir dĂĽrfen uns auf dem Plan des CP einen Platz aussuchen, stellen dann jedoch fest, dass direkt daneben schon ein Womo szeht, und auch ein Hund dort lebt – also bitten wir um einem Platz mit mehr Abstand, und bekommen ihn auch.

Wir stehen hier wirklich direkt am Strand, mit einem herrlichen Blick auf´s Meer und die Insel Hallands Väderö.

Schon beim Durchfahren des hĂĽbschen Städtchens BĂĄstad staunten wir, wie lebendig es hier ist: viele Menschen auf den Strassen, geöffnete Geschäfte …… nach Bohuslan haben wir hier das GefĂĽhl, wieder “ ins Leben zurĂĽckzukommen!“ – und auf dem Meer kommen und gehen die Fähren, bunte Segel sind zu sehen, und immer wieder ziehen Motorboote eine weisse Schaumspur durch´s Wasser!


Dazu scheint die Sonne, und es ist mit 18 Grad angenehm warm! Direkt vor unserem Platz beginnt der weite Grasstrand, unterbrochen durch Heckenrosen und Fliederhecken, und dort können wir wundervoll mit den Hunden spazieren gehen!

Mal sehen, was wir morgen machen, jedenfalls werden wir noch ein paar Tage hier bleiben – vorausgestzt, unser schwindender Gasvorrat lässt das zu. Leider bekommen wir auch hier in der Gegend, wo doch recht viele deutsche Wohnmobile herumfahren , keine deutsche Gasflasche!
War ja auch echt dämlich von uns, die Flaschen vor der Abreise nicht noch mal zu kontrollieren!

Der Sonnenuntergang ist wirklich spektakulär!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25.09.07


Es regnet bei 12 Grad – aber die Kaninchen vor dem Womo scheint das nicht sonderlich zu stören!

 

 

Eine gute Fee hatte jedoch Verständnis und stoppte den Regen fĂĽr den Hundespaziergang – trotzdem kam natĂĽrlich das kleine JĂĽmchen platschnass vom Strand zurĂĽck, sie riecht und sieht aus wie ein alter Wischmopp!
Also: Heizlüfter rausgeholt und kräftig durchgepustet, damit Womo und Hund wieder trocken werden!

Heute wollen wir uns erst mal in der neuen Gegend umschauen und hoffen, dass das Wetter besser wird – schlechter kann´s ja nicht werden!
Erst mal nach Bastad – fĂĽr einen Stadtbummel ist es zu nass, doch können wir in einem feinen Fischgeschäft frischen „Lax“ kaufen, und in deinem ICA-Supermarkt finden wir dann noch frische Pfifferlinge und Kräuter, und kaufen noch Hundefutter und Trinkwasser.

Danach sind wir einfach so durch die Gegend gebummelt, ohne Ziel, und fanden in Skummerlövsstrand einen herrlichen Antik- und Trödelladen in einer Scheune.
Da sind wir ja nur schwer zurĂĽckzuhalten, und noch schwerer wieder herauszubekommen!
Von dem, was da so rumstand und spottbillig zu haben war, hätte man bei Ebay vieles versteigern können und damit mühelos den nächsten Urlaub finanzieren können!
Ein komplettes Klöppelbrettchen inclusive Klöppel fĂĽr 145 SEK – 15 Euro , alte Marmeladenpressen fĂĽr 3 Euro, schwere Pfannen, die im Laden 45 Euro kosten , fĂĽr 5 Euro, und vieles mehr ! Und endlich auch schwedisches Glas aus dem Glasreich – 3 Gläser fĂĽr 4 Euro ! Ein VergnĂĽgen , da zu stöbern – gut, dass das Womo auf 3,8 t aufgelastet ist !

Eigentlich wollten wir auf der KĂĽstenstrasse zurĂĽckfahren nach Bastad – so was muss es ja wohl geben, auch, wenn auf der Karte nichts eingezeichnet ist.
Pustekuchen : an diesem Schild endete die Fahrt:
der offizielle Weg fĂĽhrt noch ein bisschen direkt auf dem Sandstrand lang, und dann ist einfach – Ende !

 

 

 

 

Irgendwo unterwegs entdeckten wir auch noch – ja, einen Gartenladen – dachten wir. Mal wieder falsch gedacht: es war ein Produkteur fĂĽr Wintergärten und Pavillions, der dort seine Produktionsstätte und seine Verkaufsausstellung hatte ! Ei boa, ei, da waren schöne Wintergärten und Gewächshäuser dabei ! Aber die Preise waren auch nicht „ohne“! Ein Grilltisch fĂĽr den Wintergarten fĂĽr 800 Euro, eine Bar fĂĽr den Pavillion fast 900 Euro ….. aber schön waren die Möbel alle!

Zwischen Torekov und Bastad gibt es ein kleines, aber feines Ladenzentrum in ehemaligen Lagerhallen: Schlachter, Krimskramsladen, Stoffladen ( neue „Schäfchengardinen“ fĂĽr den Flur!“), Schuhladen, Bäckerei, Leinenweberei und vieles mehr – richtig klasse zum Bummeln, vor allem, weil es nicht mehr regnet!
Weiter ging´s nach Torekov, dem kleinen Hafen nahe dem CP, dessen Lichter wir abends sehen können.
Doch dorthin mĂĽssen wir mal zu Fuss an einem schöneren Tag – unser kleines Dickschiff darf dort nicht rein, weil die Gassen zu schmal sind!

Aber zu Fuss vom CP aus ist das auch nur eine Viertelstunde am Strand lang!
Ganz im Hintergrund des Fotos sieht man das Haus, das beim CP steht!

 

 

 

 

 

 

 

Wir entdecken jedoch noch einen Keramikladen, mit Produkten hiesiger KĂĽnstler, bei dem wir einiges einkaufen, da die Preise wegen Saisonende auf 50 % gesenkt wurden – hier mĂĽssen wir in den nächsten Tagen noch mal her, denn nun kann man ja schon an die ersten Weihnachtsgeschenke denken!

Alles in allem trotz Regen ein schöner- erlebnisreicher Tag, und gegen Abend kommt auch noch die Sonne heraus und beschert uns einen wundervollen Sonnenuntergang!

 

 

 

 

 

26.09.07

Die Sonne scheint, es ist hell und freundlich und fast warm mit 17 Grad am Morgen – also bummeln wir erst mal durch Bastad und holen uns beim Schlachter fertige Gerichte fĂĽr´s Abendessen!

 

Danach wollten wir ja mal auf die sĂĽdliche Seite dieser schönen Halbinsel – ups, das geht ja steil bergauf! Und danach auch wieder steil bergab!
Irgendwo im Never-Never finden wir eine Kerzenfabrik, die wirklich den Besuch wert ist. Ausgefallene Kerzen zu vernĂĽnftigen Preisen, na, wer kann da so kurz vor Weihnachten noch nein sagen!
Wir sind dann an der sĂĽdwestkĂĽste entlang gefahren, mit einigen Abstechern zu den Stränden, die dort jedoch nicht schön sind – schmale , sreinige Strände, die auch im Hochsommer bestimmt nicht zum Sonnenbaden und Schwimmen locken !

Die Landschaft hier ist abwechselungsreich : HĂĽgel und Felsen, Wälder und Weiden, viele Hecken, die vor dem Wind schĂĽtzen, und viele kleine Felder, die meisten jetzt natĂĽrlich abgeerntet. Besonders gut gefielen mir die KĂĽrbisfelder mit den leuchtenden orangefarbenen „Kugel“!

Wieder an der Westspitze , in Torekov, angekommen, sind wir lange durch die hübschen kleinen Gassen gebummelt, haben die Fundamente einer sehr alten Kirche bestaunt und das Smörrebröd im Hafen genossen.

 

 

 

 

Besonders gut gefallen haben uns die schönen Schmiedearbeiten an den Türen und Toren!

 

 

 

 

 

 

Da es sonnig und trocken ist, haben wir das Wetter noch zu einem Bummel durch Bastad genutzt, und sind danach wieder auf den CP, um mit den Hunden noch einen langen Spaziergang zu machen – die beiden Wuffels sollen ja nicht zu kurz kommen, denn bei Stadtbummel und ähnlichem nehmen wir sie ja nie mit !
Es ist nämlich ziemlich anstrengend, mit diesen beiden „Landeiern“ an der Leine durch ein Städtchen mit schmalen BĂĽrgersteigen zu bummeln!
Leider können wir nur in die eine Richtung gut laufen, denn auf der anderen Seite sind Viehweiden, die man zwar durchqueren kann und die auch Tore in den Zäunen haben, doch leider hat das Vieh dort die Heckenrosen abgeknabbert, und es liegen ĂĽberall dicke Zweige mit gigantischen Dornen herum – arme Hundepfoten!
Richtung Torekov jedoch können wir gut laufen, und die Hunde jagen vergnügt die vielen Kaninchen.

Auf dem CP herrscht reges Leben, bis in den Abend hinein, denn die Dauercamper bauen ab – der schöne Platz schliesst am Sonntag. Und fĂĽr die Dauercamper steht viel Arbeit an: Vorzelte abbauen, Paletten stauen, Blumenpötte verladen – die meisten kommen mit grossen Anhängern, um alles nach Hause transportieren zu können.

Wir jedoch geniessen die Ruhe und das gemĂĽtliche Abendessen im Womo!

27.09.07

Strahlender Sonnenschein – doch gegen 10 Uhr zieht von See aus dichter Nebel auf – die Insel wird von ihm „verschluckt“, doch bis zu uns an den Strand kommt er nicht!

Heute haben wir einen langen Bummel durch Ă„ngelholm, der „Kreisstadt“ gemacht.
Zu unserer Freude fanden wir problemlos einen Parkplatz fĂĽr unsere Mupfel, und von dort ging es durch eine Passage direkt auf den hĂĽbschen Marktplatz.
Es war Wochenmarkt – ein Fischhändler, 2 Blumenstände, ein Stand mit vielen Knabbersachen, 2 Klamottenstände und ein Stand mit hĂĽbscher und preiswerter Wäsche standen auf dem Platz zusammen – also nicht gerade ein Gedrängele !
Allerdings bot der Wäschestand BHs und Höschen fĂĽr 2-3 Euro an – wer kann da noch widerstehen ? Wir nicht!
Lange sind wir durch die Fussgängerzone gebummelt und das schöne Wetter genossen!
ZurĂĽck in Bastad, haben wir dann den örtlichen Baumarkt besucht, der uns ja immer interessiert – recht teuer, fanden wir beide!
Dann waren wi noch im „System Bolaget“, dem staatlichen Alkoholika-Markt.
Also, hier wird´s kompliziert!
Zuerst zeiht man, wie in vielen schwedischen Läden, ein „NĂĽmmerchen“ am Automaten – eine Leuchtanzeige zeigt einem, ob man schon dran ist oder wie lange man wohl noch warten muss.
Dann nimmt man einen Zettel und Bleistift, wandert an den fest verschlossenen Vitrinen mit den Getränken vorbei, und notiert sich die Nummer und Anzahl des gewünschten Getränkes. In den Vitrinen steht aber jeweils nur eine einzige Flasche des Lieblingsweines oder des Wodkas!
Die Auswahl ist reichlich, die Preise gesalzen.
Wenn man dann lang genug gewartet hat, und endlich die eigene Nummer auf dem Display erscheint, geht man zur Kasse, legt den „Wunschzettel“ vor, bezahlt, und dann wandert der Kassierer durch Regalwände, die fĂĽr die Besucher nicht zugänglich sind, sammelt die Waren vom Wunschzettel ein, und ĂĽberreicht sie dem Kunden!
Umständlicher geht´s nimmer!

Bei Zigaretten im Supermarkt machen die hier einen ähnlichen Aufstand: im Verkaufsraum wählt man aus dem Angebot der Zigarettenmarken die gewĂĽnschte aus, nimmt sich das entsprechende Kärtchen – sieht aus wie eine kleine Scheckkarte – geht zur Kasse, bezahlt, die Kassiererin „aktiviert“ das Scheckkärtchen, und damit kann man dann an den Automaten vor den Kassen gehen und die Karte einstecken – unten kommt dann die gewĂĽnschte Zigarettenschachtel heraus!
Zigaretten, Rasierklingen und Kondome gibt´s dort nur aus solchen Automaten!
Als wir Bastad wieder verlassen wollen, mĂĽssen wir an einer belebten Kreuzung erst mal warten, bis ein niedliches Eichhörnchen eine riiiieeeesige Walnuss ĂĽber die Strasse geschleppt hat – das kleine Kerlchen konnte kaum laufen , weil die Nuss sooooo schwer war!
Es sah ein bisschen aus wie das Hörnchen im Film „Ice Age“, sehr drollig!

Gesine hat sich natĂĽrlich mal wieder etwas besonderes fĂĽr´s Abendessen einfallen lassen: Elchfleischbällchen, so angerichtet wie Königsberger Klopse, also vielleicht „Bastad-Klopse“ !

Und wieder faulenzen wir einer ruhigen Nacht entgegen!

28.09.07


StĂĽrmischer Wind, das Womo schaukelt ziemlich, doch zwischen den schnellfliegenden Wolken guckt immer wieder die Sonne hervor, und es bleibt trocken.

Auch das Meer ist sehr unruhig. Eben lief ein kleiner Fischer aus – bis zur grĂĽnen Hafeneinfahrtstonne ist er gekommen, dann hat er schnurstracks gewendet und ist wieder zurĂĽck in den schĂĽtzenden Hafen ! GrĂĽnes Wasser und Gischt an Deck war ihm wohl doch zu viel!

Heute wollen wir nach Djurholmen, einem grossen Waldgebiet und Naturschutzgebiet etwa 30 km westlich vom CP.

Spatzi fĂĽhrt uns sicher hin, und nach abenteuerlichen kleinen Wegen finden wir mitten im Wald einen Parkplatz mit WC, Grillplatz, Sitzgruppen und Wegweisern.

Mehr als 2 Stunden wandern wir durch diesen schönen Mischwald , und folgen den blauen Farbstreifen an den Bäumen, die „unseren“ Weg markieren. Man braucht schon festes Schuhwerk, und fĂĽr Menschen mit Gehbehinderungen oder Rollstuhlfahrer ist dieser Weg nichts, aber uns und den Hunden macht es viel Spass, auf winzigen, halb zerfallenen HolzbrĂĽcken sprudelnde Bächlein zu ĂĽberqueren oder ĂĽber umgestĂĽrzte Bäume zu klettern.
Behindertengerechte Wege bietet dieser Wald allerdings auch!

Dichte Moosflechten wechseln mit Blaubeer- und Preisselbeersträuchern, Pilze stehen ĂĽberall zwischen den Moosen – es ist wirklich schön hier!
Ein Teil dieses Waldes ist eine Seltenheit: ein Sumpfwald, wo die Bäume mehr oder weniger im Wasser stehen – es sieht seltsam aus, so ein gefluteter Wald!

Nach dem Spaziergang fahren wir mit zwei dreckigen, aber glĂĽcklichen Hunden ĂĽber die Waldstässchen zurĂĽck in die Zivilisation – doch – die muss warten, denn irgendwo im Nichts steht ein riesiger Viehlaster quer auf der Strasse, und mehrere Leute versuchen, von der benachbarten Weide eine Herde Rindviecher in den Laster zu treiben!
Wir sind erstaunt – das geht ruhig und gelassen, ohne Hektik – nicht so wie bei unserem Nachbars, der beim Viehtrieb immer halb einen Herzanfall bekommt und sich rot und heiser brĂĽllt!

Als wir aus dem Wald heraus kamen, entdeckten wir, dass wir nicht weit von der tollen Flohmarktshalle vom ersten Tag hier entfernt sind – also sind wir noch mal hingefahren und haben das Klöppelbrettchen mit Klöppeln gekauft – wird bei Ebähbäh versteigert!

Bei Hemmeslövsstrand, am CP Bastad, gibt es inmitten von Viehweiden auch einen ausgeschilderten Womostellplatz. Stromanschlüsse sind vorhanden, Preise weiss ich keine.

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