Heimreise

29.09.07

So langsam mĂŒssen wir an die Heimreise denken – also verlassen wir heute den schönen

CP „First Camp Torekov“

Wir bezahlen fĂŒr 5 Tage 1075 SEK , ungefĂ€hr 117 Euro, also etwas ĂŒber 23 Euro pro Tag, fĂŒr uns zwei, plus 2 Hunde und Strom.
Internet ist möglich, kostet
49 SEK = 5,30 Euro fĂŒr 24 Stunden
149 SEK = 16,10 Euro pro Woche
und ist mit Visa online buchbar und bezahlbar.

Unsere Gasflasche ist wohl „am Ende“, fĂŒr die Heizung langt der Druck wohl nicht mehr. Kaffeekochen geht aber noch, und auch ein wenig heisses Wasser fĂŒr Gesines tĂ€gliche, grĂŒndliche Rasur ist noch da !

Nach dem kurzen Einkauf in Bastad sind wir ĂŒber die Autobahn nach Helsingborg zur FĂ€hre gefahren.
Die etwas muffelige Frau an KassenhĂ€uschen fragte nur :“Einfache Fahrt“ – wir nickten, und zahlten dann1145 SEK fĂŒrÂŽs Ticket. Dann stellten wir uns in die uns zugewiesene Warteschlange.
Beim Durchlesen des Tickets fiel mir auf, dass das ein Kombiticket ist: FĂ€hre Helsingborg-Helsingör und FĂ€hre Rödby-Pttgarden ….. Moment mal, da wollen wir doch gar nicht hin!
Also hat Gesine die Muffeltante am Kassenhaus angesprochen , und nach kurzem Überreden stellte sie uns ein neues Ticket , nur fĂŒr die FĂ€hre hier, aus.
Auf einmal waren es nur noch 360 SEK.

Nach kurzer Wartezeit kam die FĂ€hre, und nahm uns auf die kleine „Seereise“ nach Helsongör mit.


Weiter gingÂŽs durchÂŽs verregnete DĂ€nemark, bis zur BrĂŒcke ĂŒber den Grossen Belt, und zum

 

CP „Camping Storebelt“ direkt neben der BrĂŒcke

Hier werden wir fĂŒr die Nacht 19,40 Euro bezahlen plus 2,10 Euro fĂŒr den Stromanschluss.

Der Platz liegt direkt neben dem ehemaligen FÀhranleger, ist leider eingezÀunt ( allerdings kann man mit den allmÀchtigen Chipkarten, die auch die Eingangsschranke öffnen und die Duschen erschliessen, auch hier Tore öffnen ) und immer noch gut besucht.
Trotzdem bekommen wir noch einen Platz in der ersten Reise, mit einem schönen Blick auf die BrĂŒcke, das StĂ€dtchen nebenan und aufÂŽs Meer ! …… und natĂŒrlich wieder mal auf eine Insel, die dĂ€nische Insel Fyn, die im Regen fast verschwindet!

Gegen Abend sehen wir die „Colour Fantasy“ unter der BrĂŒcke hindurch fahren !

 

 

 

 

 

Die dÀnischen Kaninchen sind ja noch frecher als die schwedischen!

Und der Ausblick auf die beleuchtete BrĂŒcke – na, der hat schon was!

Deutsche Gasflaschen gibt es hier leider auch nicht.
Die Besitzerin des Imbiss neben dem CP telefoniert zwar fĂŒr uns auf der Suche nach Gas in der Gegend herum, aber auch sie ist erfolglos!
Na, egal, die Gerichte, die wir uns in Bastad vom Schlachter mitgebracht haben, können wir mĂŒhelos in unserem kleinen Backofen erwĂ€rmen!

 

 

 

 

Der CP ist unserer Meinung nach wirklich nur fĂŒr die Durchreise als Übernachtungsplatz geeignet, denn ansonsten ist er trotz schöner EmpfangsgebĂ€ude irgendwie schmuddelig und unschön. Als Klo-Entsorgung nur eine alte WC-SchĂŒssel, alles etwas schmutzig, und noch nicht mal ein Waschbecken zum HĂ€ndewaschen dabei!

30.09.07

Grosse-BeltbrĂŒcke …….. ein imposantes Bauwerk!

Die Maut betrĂ€gt fĂŒr ein Womo bis 3,5 t 310 DK, also etwas ĂŒber 40 Euro, wenn ich mich richtig erinnere.


Weiter gehtŽs bei gemischtem Wetter, quer durch Fyn zur FÀhre von Böjden nach Fynshavn auf der Insel Als.

 

 

Dort angekommen, mĂŒssen wir ein wenig warten, und zahlen dann 265 DK fĂŒr die kurze Überfahrt – etwa 50 Minuten dauert die „Seereise“.
Auf der FÀhre nutzen wir die Zeit, um noch mal ein Smörrebröd und endlich auch mal eine Pölser, eine Wurst, zu essen!

Auf der Insel Als haben uns zuerst den

CP Naldmose in Fynshavn

angeschaut, der uns gar nicht gefiel – irgendwie „Gartenzwerg-AtmosphĂ€re“, und so fahren wir weiter nach Norden, zum


CP „Augustenhof Camping

in der NĂ€he von Nordborg, beim Leuchtturm.
Hier gefĂ€llt es uns sehr gut. Die Dame an der Rezeption ist sehr freundlich, die V/E fĂŒr Womos einfach, aber praktisch, und wir bekommen eine deutsche Gasflasche.

Dann dĂŒrfen wir uns einen Stellplatz aussuchen, natĂŒrlich in der ersten Reihe mit Blick aufÂŽs Meer und die Insel Fyn !


Inzwischen ist es auch trocken und immer wieder sonnig, und wir machen erst mal einen langen Spaziergang am Strand mit unsren Hunden.
Eine lange , steile Holztreppe fĂŒhrt zum Strand hinab, die vor allem der kleinen HĂŒndin Probleme macht – ich denke mir, ich werde sie auf dem RĂŒckweg hinauf tragen mĂŒssen, denn die Stufen sind unsicher und ungleichmĂ€ssig …………… aber dann finden wir doch noch einen bequemen Weg zurĂŒck, der sogar fĂŒr Bootstrailer geeignet ist!

Hier bleiben wir vielleicht sogar einen Tag lÀnger, als geplant!

01.10.07


Sonne und Wolken wechseln rasch, doch es ist trocken bei 15 Grad und leichtem Wind – so macht der morgendliche Hundespaziergang ĂŒber die Klippen und durch die Wiesen, am kleinen Leuchtturm entlang, so richtig Spass !

 

Danach gingÂŽs nach SĂžnderborg , der grĂ¶ĂŸten Stadt dieser geschichtsreichen Insel.
HĂŒbsche FußgĂ€ngerzone, nette Gassen und StrĂ€ĂŸchen, schön renovierte alte HĂ€user, viele schöne GeschĂ€fte – aber teuer, sehr, sehr teuer!

Trotzdem haben wir noch zwei T-Shirts im Partnerlook gekauft, eines in L, das andere in XXL , was die nette VerkĂ€uferin sehr amĂŒsiert hat! Wir mussten alle sehr lachen!

Von SĂžnderborg aus sind wir noch weiter an der KĂŒste entlang zu einem sehr schönen Glasladen – GlasblĂ€serei, wo es eine Freude war, dem Meister beim Glasblasen zuzuschauen. Er war am Singen, und bewegte sich bei seiner Arbeit wie bei einem Ballett- offensichtlich hatte er viel Freude an seiner Arbeit!

ZurĂŒck auf dem CP, haben wir erst mal eine K&K-Pause ( Keks und Kaffee) gemacht und sind dann noch lange mit den Hunden am Strand spazieren gelaufen.

Hier auf diesem fast leeren, schönen Platz steht, durch eine Hecke und vielleicht 20 Meter von uns getrennt, ein Wohnwagen, der auch tatsÀchlich bewohnt ist.
Am Nummernschild erkennen wir – ups – der kommt aus BRA – Brake, also aus unserer Gegend!
Im Vorbeigehen grĂŒssen wir freundlich mit „Moin moin“ – keine Antwort. Also haben wir es auf dem RĂŒckweg noch mal versucht :“Moin moin“ – wieder keine Antwort, nur befremdete Blicke. Unsere Hoffnung, dass die Nachbarn am nĂ€chsten Tag ihr HörgerĂ€t eingeschaltet haben, hat sich nicht erfĂŒllt, und auch lautes GrĂŒssen bewirkte lange nichts.
Erst nach dem 5. Versuch grĂŒsste „er“ mit einem huldvollen Kopfnicken zurĂŒck – „sie“ schwieg weiter verbissen.
Wie kann man nur so unfreundlich sein!
Aber davon lassen wir uns den Appetit ja nicht verderben!

FĂŒrÂŽs Abendessen haben wir uns heute, glaube ich, selbst ĂŒbertroffen!

Vor dem DĂŒnsten sieht es schon lecker aus!

02.10.07

Heute steht das
Danfoss Univers“ auf unserem Programm!

Doch vorher noch rasch einen Spaziergang mit den Hunden, hinĂŒber zum Leuchtturm, der noch im Nebel steckt – aber die Sonne lĂ€sst sich schon blicken und beginnt rasch, den Nebel zu verjagen!


Bei strahlendem Sonnenschein , 15 Grad und wenig Wind fahren wir danach die wenigen Kilometer zum Danfoss Universe, zahlen brav den Eintritt ( 19 Euro pro Person) und …… lassen uns einfach mal ĂŒberraschen, was dieser viel gelobte Technikpark und Erlebnispark so zu bieten hat!

Vorweg gesagt: die 19 Euro pro Person haben wir nicht bereut, es lohnt sich wirklich!

„Danfoss“ steht fĂŒr Kompressoren und Thermostate – ein auch bei uns nicht ganz unbekannter Name.
Diese Firma „bastelte“ immer fĂŒr Messen und Ausstellungen diverse Modelle, um die Technik und die Funktion ihrer Produkte auf einfache Weise darzustellen, und diese Modelle sammelten sich in einer Lagerhalle.
Der „Junior“ der Frima machte dann fĂŒr sich Anfang dieses Jahrtausends die Enddeckung, dass immer mehr Kinder vor dem Fernseher oder dem Computer sitzen, statt spielerisch, beim Basteln, tĂŒfteln, kaputt- und wieder heilemachen zu lernen.
Da kam ihm die Idee, die oben genannten Modelle hervorzukramen, und sie Kindern in einem Park zugĂ€nglich zu machen. Was hervorragend gelungen ist! Kinder und kind-gebliebene Erwachsene können hier vieles ĂŒber Schall, Licht, Wasser, WĂ€rme, KĂ€lte und vieles mehr durch Experimente und gute ErklĂ€rungen erfahren – es wird nie langweilig und macht viel Spass.
Dann kaufte der Danfoss-Besitzer noch den Pavillion Islands von der Weltausstellung, den „Blue Cube“! Den kann man nun in seinem Park ebenfalls besichtigen.
„Blue Cube“ ist ein riesiger, begehbarer blauer WĂŒrfel, bestimmt so gross wie ein 3-stöckiges Haus, der von Wasser ĂŒberflossen und von Nebel eingehĂŒllt ist.
Im Innneren fĂŒhrt ein freischwebender Weg spiralförmig nach oben, und in mehreren SeitengĂ€ngen kann man eine Eishöhle besuchen und etwas ĂŒber Gletscher erfahren ( da bebt sogar der Boden wie bei einem Erdbeben – sehr realistisch ), inmitten von rotem Flackerlicht und warmen DĂ€mpfen einen Vulkanausbruch erleben, oder in einem anderen Raum ein Gewitter so hautnah erleben, dass einem die Haare zu Berge stehen!

Ist man auf der Spirale oben angekommen, kann man in der Mitte hinunterschauen auf eine WasserflĂ€che, in der sich ein Film spiegelt, der bei einem Rundflug ĂŒber Island aufgenommen wurde : man fliegt praktisch mit, ĂŒber Eis und Schnee, Felsen und Vulkane, Geysire und brodelnde LavaflĂ€chen – bis plötzlich ein Geysir ausbricht und ein dicker Wasserstrahl, so hoch wie der Raum, aus der Mitte der Spirale nach oben schiesst. Man erlebt also praktisch einen Geysirausbruch hautnahe mit – allerdings ohne nass zu werden !
Einfach faszinierend!

Dieser Park hat uns gut gefallen, Infos findet man unter
www.danfossuniverse.com

Nach diesem aufregenden und informativen Erlebnissen sind wir zum Schloss in Nordborg gefahren, das heute als Volkshochschule genutzt wird, und sind von dort durch das verschlafene Nest gebummelt.

Heute ist leider unser letzter Tag in DĂ€nemark, morgen fahren wir ĂŒber die deutsche Grenze – und dann wird wieder Wilfried statt Gesine neben mir im Womo sitzen!

Deshalb freue ich mich besonders, dass mir heute dieses lustige Foto von uns beiden gelungen ist!

Aber noch haben wir ja den heutigen Abend noch vor uns – auch wenn unsere Stimmung schon ein wenig wehmĂŒtig ist!

03.10.07

Ganz schön viel Verkehr heute am und auf dem Nord-Ostsee-Kanal!

 

Heute gehtÂŽs zĂŒgig bis nach Rendsburg, und von da an langsam und geruhsam am Nordostsee-Kanal entlang, mit einer FĂ€hre auf die andere Seite, und dann quer durchÂŽs Land zu Schwiegermutter nach Kissdorf, die mich und Wilfried freudig begrĂŒsste.
Auch unser Sohn und unser Neffe waren da, und so wurde es ein vergnĂŒgter Nachmittag.

Am Donnerstag,
den
04.10.07

haben wir – nun, auf Schwiegermutters Wunsch wieder Gesine und ich – noch bei Mutti gefrĂŒhstĂŒckt, sind dann ĂŒberÂŽs Alte Land, wo wir Äpfel, Pflaumen und Quitten eingekauft haben, nach Cuxhaven auf die schon recht volle „Platte“, den Womo-Stellplatz mit der schönen Aussicht gefahren, wo wir den Urlaub haben ausklingen lassen mit einem GlĂ€schen Sekt und vielen Erinnerungen.

Und natĂŒrlich mit einem leckeren Abendessen!

Am
05.10.07

waren wir dann gegen Mittag wieder zu hause.

Fazit:

Es war eine wundervolle Reise in ein wundervolles Land – fĂŒr uns beide ein Abenteuer, das aber gut verlief, denn die Schweden sind sehr freundliche Menschen, und wir haben uns sehr wohl gefĂŒhlt!