Herbst 2018 September- Rundreise McPomm

Endlich Urlaub, und nach einigem Nachdenken haben wir beschlossen, nun doch mal Richtung Osten, an die MĂŒritz, und an die Ostsee zu fahren.

Am 1.Sept. gehtÂŽs los …..und jede Reise beginnt mit einem kleinen Schritt: also fahren wir erst mal nur ĂŒber die Weser und nach Osterholz-Schrambeck, wo wir an einem Grillabend der Moorteufel, der Taucher, teilnehmen wollen.

Wir ĂŒbernachten auf dem offiziellen, kostenlosen  Stellplatz der Stadt  am Allwetterbad.

Am nĂ€chsten Tag beraten wir, wie es weitergehen soll ……einerseits freuen wir uns auf uns unbekannte Gegenden, andererseits hat Gesine Schmerzen im Fuss.Sie erinnert mich daran, dass ihre vom OrthopĂ€den verschriebenen Schuh-Einlagen, die gegen die Schmerzen helfen sollen,  in den nĂ€chsten Tagen beim SanitĂ€tshaus in Berne eintreffen sollen. ZurĂŒckfahren und abwarten?

Nö, eher hier in der Gegend rum trödeln und abwarten, bis die Einlagen da sind. Dann die Einlagen still und leise, ohne das uns Töchterchen oder Vertretung sieht, abholen, und weiterfahren!

Also fahren wir erst mal an die Elbe bei Stade, doch wir stellen schnell fest, das alle StellplÀtze mit Blick auf den Fluss und die grossen Schiffe  rammelvoll sind.

 

Die Apfelernte beginnt gerade, wir decken uns mit frischen Äpfeln, aber auch mit Pflaumen und Aprikosen ein.

 

 

Schliesslich landen wir in Neuhaus an der MĂŒndung der Oste, wo wir auf einem grossen,fast leeren SP einen wirklich schönen Platz mit Blick aufÂŽs Wasser finden. Schiffe gucken …. nicht die grossen „Pötte“, aber dafĂŒr viele kleine Segel- und Motorboote, und wir stehen in der ersten Reihe!

Nicht weiter ungewöhnlich, weil hier gibt es nur eine Reihe von StellplĂ€tzen, ungefĂ€hr 15 StĂŒck. von denen 2 belegt sind und wir somit echt die Qual der Wahl haben!

Shanty Musik mit Schifferklavier …… auch nicht schlecht!

Am nÀchsten Tag wollen wir eigentlich ins Natureum, aber das hat Montags geschlossen, und so beschliessen wir, nach Cuxhaven weiterzufahren.

Erst mal natĂŒrlich beim Ditzer frischen Fisch kaufen ……

 

…….und dann zum Stellplatz auf der Platte an der Alten Liebe.

Die erste Reihe ringsrum voll, dicht an dicht, und auch die zweite und dritte Reihe gut belegt. Ach neee, da stehen wir doch besser in Neuhaus!

 

Ein Blick, und ohne weitere Worte sind wir zurĂŒckgefahren nach Neuhaus!

Das Dörfchen Neuhaus ist sehr beschaulich, ruhig, zumindest dort, wo wir vom Stellplatz aus ĂŒber den Deich gewandert sind!

Nachmittags beobachte ich noch ein paar Schwalben…….

 

Steinbeisser mit Dill und Zitronenschale im BlÀtterteigmantel, mit Möhrchen

Am nĂ€chsten Tag erfahren wir, dass die Schuh-Einlagen in Berne eingetroffen sind. NatĂŒrlich braucht Gesine noch „einlagen-gerechte“ Schuhe, die auch ein bisschen schick sein sollen…… nicht Marke Waldbrandaustreter. Wo gibt es denn so was in Grösse 43/44?

Da war doch was, da hatten wir doch ÂŽnen Link!

Stimmt, in Dörverden gibt es einen auf grosse Grössen spezialisierten Schuhladen.

Und, so fÀllt mir ein, in der NÀhe ist ja auch das Wolfcenter, dass ich schon lange mal besuchen wollte!

Kombinieren wir doch Schuhe mit Wölfen!

Also eben nach Berne geschlichen – es sollte uns ja keiner sehen – und rasch die Einlagen aus dem SanitĂ€tshaus geholt.

Aber schon kam die whatsapp: was macht Ihr denn in Berne?

Wir?????? Wir sind schon wieder weg!

Auf der Autobahn haben wir uns dann ĂŒber die Matratzenreklame auf einem vor uns fahrenden Laster amĂŒsiert!

Rasch haben wir auch den Schuhladen gefunden, und sofort durchaus passende, hĂŒbsche Schuhe entdeckt!

Aber es gab auch die „vernĂŒnftigen“ Schuhe, vielleicht nicht ganz so schick, aber „einlagen-geeignet“, – „mit Wechselfussbett“, wie das so schön heisst!

 

Danach sind wir zum Wolfcenter gefahren, wo man problemlos auf dem Parkplatz ĂŒbernachten kann und darf – wir waren auch nicht die einzigen!

Der Platz ist kostenlos, bietet aber auch weder Strom, noch V/E, noch nicht mal einen MĂŒlleimer!

Auf dem GelĂ€nde der ehemaligen „Niedersachsen-Kaserne“, die vor ein paar Jahren „platt“ und dem Erdboden gleich gemacht wurde, kann man herrlich mit den Hunden spazieren gehen. Es ist erstaunlich, was alles auf diesem GelĂ€nde wĂ€chst!

Bis in die 1930er Jahre bestand hier der Heisenhof, eigentlich DrĂŒbberanlage genannt. Dann befand sich hier bis zum Kriegsende die Anlage Weser der Eibia GmbH.

Auf dem GelÀnde der ehemaligen Munitionsfabrik wurde 1958 dann die Bundeswehr-Kaserne gebaut, in der insgesamt bis zu 4000 Soldaten stationiert waren; unter anderem das Panzergrenadierbataillon 71, das Panzerbataillon 33, die Pionierbataillone 120 und 11, die Panzerpionierkompanie 320, das Raketenartilleriebataillon 32, die Begleitbatterie 3 und das Transportbataillon 11 sowie eine Truppe der US Army, welche die Nuklearwaffen auf der Standortmunitionsniederlage Diensthop bewachte. Der Heisenhof wurde unter anderem als Offizierskasino genutzt.

Auch das 1. und 2. FlaRakBtl 35 (Hawk-Raketen) war dort untergebracht.

Die Kaserne ist einer der SchauplĂ€tze von Sven Regeners Roman Neue Vahr SĂŒd.

Der Bundeswehrstandort wurde am 30. September 2003 aufgelöst. Als Folge verlor der Ortsteil fast ein Drittel seiner Einwohner. Der Heisenhof wurde an die Wilhelm-Tietjen-Stiftung fĂŒr Fertilisation verĂ€ußert. Auf einem anderen Teil des GelĂ€ndes wurde im April 2010 der Wildpark Wolfcenter eröffnet.

Die Kaserne wurde in den Jahren 2012/2013 abgerissen. Ein Teil des GelÀndes wurde von der Firma H.F. Wiebe aufgekauft, um dort eine Anlage zum Abstellen von Fahrzeugen einzurichten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Niedersachsen-Kaserne

Wir verbrinden hier eine ruhige Nacht. Ab und zu hören wir die Wolfsrudel, was schon ein wenig ungewohnt, aber sehr schön ist!

Am nÀchsten Morgen gehen wir dann ohne die Hunde ins Wolfcenter.

https://www.wolfcenter.de/

Leider sind Hunde verboten, nachdem sich in den vergangenen Jahren ein paar Hundehalter „nicht an die Regeln gehalten haben“!

Hier gehtÂŽs weiter……inÂŽs Wolfcenter!