Aufenthalt

7.Juni 2005

Bei strahlendem Sonnenschein , aber kaltem Wind machen wir erst einmal einen Spaziergang mit den Hunden zum Supermarkt „Utile“, um Baquette und Aufschnitt fĂĽr´s FrĂĽhstĂĽck zu holen. Dabei beschliessen wir, einen faulen Tag einzulegen und den Strand und den schönen CP zu geniessen.

Ein Panoramafoto nach rechts – in meinem RĂĽcken das Meer – zeigt, wie angenehm leer der CP ist!
Auch auf der linken Seite war nicht viel los – der einzelne Wowa mit Vorzelt wurde von einem Herrn bewohnt, der die meiste Zeit auf seinem Boot beim Fischen verbrachte!

Trotz des Windes genieĂźen wir den Tag drauĂźen – fĂĽr uns „Winterreisende“ ein ganz besonderes Erlebnis!
Doch es sollte ja noch besser kommen – dazu aber später!

Es soll ja niemand behaupten, wir wĂĽrden unsere Hunde nicht verwöhnen………

Die beiden geniessen unsere ziemlich ungeteilte Aufmerksamkeit und vor allem die viele Zeit draussen!

………..und die Auflösung des gordischen Knotens zeigen wir euch morgen!

……Sand schmeckt so lecker, und Möwenkacke ….. und tote Fische……und Seetang …….. hmmm!

NatĂĽrlich muss so ein Tag mit einem Festessen gefeiert werden.

Wir bereiten uns
Crepes , gefĂĽllt mit in Cidre gegarten Garnelen mit Cidre-Estragon-Sauce.
Danach gibt´s Coquilles St.Jaques überbacken
Canard à l´Orange mit Baquette
Camembert affiné au Calva
frische Melone

Man lebt nicht schlecht in la belle France!

Hier mal eine Karte von Locmariaquer, in die ich den Womo-Stellplatz, die V/E , den Campingplatz und den Supermarkt eingezeichnet habe.

 

 

 

 

 

 

Einkaufstip

Im Supermarkt Utile, 5 Minuten vom CP entfernt, kann man nicht nur den“Alltagskram“ gut einkaufen !
Auf einer abwechselungsreichen Speisekarte stehen jeden Tag 3-4 warme Gerichte, die man portionsweise kaufen kann. Der Koch ist hervorragend,und man kann sich das Selbst-Kochen wirklich sparen!

8.Juni 2005
Das ĂĽppige Abendessen muss erst mal kompensiert werden – also walke ich meine Runde ĂĽber die Pointe de Kerpenhir, schaue mal rĂĽber nach Port Navalo, und kaufe auf dem RĂĽckweg das Baquette fĂĽr´s FrĂĽhstĂĽck.
Nach dem Hundespaziergang hält mich nichts mehr: wir müssen nach Auray, weil ich mir im dortigen Baumarkt nun endlich die Gardinen holen will, die mir im vergangenen Herbst so gut gefallen haben! Die Gardinen waren ja einer der Gründe dafür, wieder in die Bretage zu fahren! Lach!
Ach ach …. auch hier hat der Teuro zugeschlagen, und ich hätte 12o Euro fĂĽr 3 kleine Gardinen bezahlen mĂĽssen. Das ist mir denn doch zuviel!

Einkaufstip:

Am besten tankt man bei grossen Supermärkten, z.b. in Auray (Abfahrt Quiberon) beim Supermarché/Bricomarché Les Mousquetaires.
Der Preisunterschied zu kleinen Tankstellen in den Dörfern kann schnell bis zu 10 Cent pro Liter betragen .
Auch die Tankstellen machen oft in der Mittagszeit zu!
Ansonsten sind sie an die Öffngszeiten der Supermärkte gekoppelt.
Also kaufen wir im benachbarten Supermarkt noch alles, was wir brauchen, Wasser, Hundewasser, Lebensmittel etc, und fahren wieder auf den Cp, wo wir in der Mittagszeit eintreffen.
An der Schranke müssen wir voller Entsetzen feststellen, dass Maja, unser Allesfresser, die Chipkarte, die uns die Schranke öffnen soll, zerkaut hat.
Die Schranke reagiert auch nicht, als wir Maja als Chipkartenersatz an die Säule halten – sie hat die Informationen, die auf der Karte waren, wohl zu grĂĽndlich verdaut!
Also kommen wir bis zum Ende der Mittagspause nicht auf den CP! Blöder Hund!
Und 30 Euro Kaution sind auch im A….. – oder besser erst mal noch im Magen!

Was tun ?

Kurz entschlossen fahren wir auf die Halbinsel Quiberon, um uns dort mal die „Cote Sauvage“ an der Westseite der Halbinsel anzuschauen.

Eine wirklich beeindruckende KĂĽste, die sich ĂĽber eine kleine StraĂźe erschlieĂźt – besser einen Fahrweg. Gut ausgeschildert und gut zu finden, doch leider sind viele, viele Parkplätze abgeschrankt!
Allerdings gibt es ungefähr auf halber Strecke einen Womo-Stellplatz, auf dem man gegen GebĂĽhr auch ĂĽbernachten kann – wenn man Rtg SĂĽden fährt, links der StraĂźe.

Uns beeindruckt diese Strecke sehr und wir beschließen, in den nächsten Tagen noch einmal auf diese schöne Halbinsel zu fahren.

Für heute haben wir genug, möchten auch gerne noch etwas mit den Hunden spazierengehen, und kehren zum CP zurück, wo man uns mit reichlich breitem Grinsen und gegen Zahlung einer neuen 30 Euro-Kaution eine neue Chipkarte aushändigt!

Hummersuppe mit Baquette
gebackener Schwertfisch mit frischen Speckböhnchen und Kartöffelchen
Obstsalat – natĂĽrlich frisch zubereitet

Beide zeigen wir erste Anzeichen eines Sonnenbrandes!

9.Juni 05

Heute habe ich meine Darmkrankheit fest im Griff – normalerweise ist´s leider umgekehrt – und so beschliessen wir, nach St.Goustan zu fahren, dem malerischen Hafen von Auray.
Mit dem Womo darf man nicht in´s Städtchen, was bei Durchfahrtsbreiten von 2-2.20 m auch nicht weiter verwundert. Aber ein schöner, schattiger Parkplatz ist in Fußweite vom Ortskern extra für Busse und Womos angelegt!

Malerische Gassen führen hinab zum Hafen, der in der Mittagswärme verträumt und verschlafen wirkt.

Wir fühlen uns hier wohl und wandern durch die Gassen, besuchen kleine Galerien, und trinken in Ruhe einen P´tit café noir!

 

NatĂĽrlich entdecken wir Katzen ….. wie kann´s bei uns anders sein!

 

Das alte Schiff beherbergt einen Andenkenladen mit ein bisschen Kitsch und Kunst – nichts sehenswertes, aber das Schiffchen selbst ist sehr hĂĽbsch!

Ein ganz besonderer Genuss sind die kleinen Gärten, die am steilen Hang zwischen den Häuschen liegen! Ein wahres Blumen- und BlĂĽtenmeer entdeckt man dort, wenn man mal ein bisschen ĂĽber die Mäuerchen „schielt“

Uns hat´s hier sehr gut gefallen !

Hier noch ein Tip füt Krimileser, die gerne im Urlaub leichte, aber interessante Lektüre lesen möchten.
Dieser Kriminalroman spielt in den Gässchen von St.Goustan, erzählt viel ĂĽber die Bewohner und ihre liebenswerten „Macken, sowie ĂĽber die Geschichte des kleinen Hafens.
Zu bestellen ĂĽber www.liv-editions.com
Leider gibt es keine deutsche Ăśbersetzung, doch das Buch ist gut lesbar, mit einem gängigen Alltagsvokabular – also : keine Angst, man kann es lesen, wenn man mittlere französische Sprachkenntnisse hat!

Wer beim Verlag bestellt, bekommt eine Mail-Bestätigung der Bestellung.
Man sollte sich gleich melden und um IBAN und BIC-Code der Bank des Verlages zwecks Ăśberweisung bitten.

Man wird dort sehr freundlich und hilfsbereit behandelt, und die BĂĽcher sind 2-3 Werktage nach Bestellung da – egal, ob das Geld schon beim Verlag angekommen ist oder nicht!

Man bekommt die Bücher aber auch direkt in der Bretagne in grösseren Supermärkten!
Viel Spass beim Lesen!

Als wir auf den CP zurĂĽckkommen ( die Chipkarte haben wir fest unter Verschluss ) ist gerade Ebbe, und so wandern wir mit den Hunden quer durch die Bucht und folgen dann dem KĂĽstenwanderweg um die Bucht herum zurĂĽck – 5-6 km mögen das sein! Sehr abwechselungsreich und gut zu laufen!

Ăśberbackene Coquilles St. Jaques
Kalbsbries in Cidre-Sauce auf Reis mit Salat
frische Grapefruit als Desert

10. Juni 2005

Wieder erwachen wir bei strahlendem Sonnenschein, und es verspricht, warm zu werden.
Eine Tour ins Binnenland steht fĂĽr heute auf dem Programm.
Wir wollen ins weitverzweigte Gebiet des Ria d´Etel , einer einzigartigen, tidenabhängigen Flussmündung.
Die Fahrt geht ĂĽber Carnac nach Etel, und von dort nach Belz. Weiter ĂĽber kleine Landstrassen nach Nordosten, bis Locoal-mendon, und von dort folgen wir den Wegweisern Rtg Pointe de Listec.


Da möchte man ja fast nicht mehr weg !
Überall am Ria d´Etel findet man solche wunderschönen Aussichtspunkte, und viele der Städtchen bieten Stellplätze für Wohnmobile an.

Der Ria d´Etel ist Austerngebiet , aber Krabbenreusen zeugen davon, dass auch anderes Meeresgetier hier lebt und gefangen wird!

Im grossen Bogen fahren wir einmal um den Etel herum, kommen in verschlafene Dörfchen, fahren steile Strässchen durch Kastanienwälder hinauf und hinunter, folgen Flussläufen und Bächen……….

 

 

 

In Quistinic besuche ich aus Neugierde mal die Dorfkirche und bin von den Kirchenfenstern doch recht beeindruckt !

 

ZurĂĽck auf dem CP, mĂĽssen wir die Hunde erst mal entschädigen fĂĽr die lange Autotour, die sicher fĂĽr unsere Vierbeiner etwas langweilig war – also machen wir wieder einen langen und schönen Spaziergang an „unserer“ Bucht!
Heute kochen wir nicht selbst, heute „lassen wir kochen“.
Mal sehen, was der Koch im Restaurant am CP so alles kann!


Ăśberraschung:
es gab Moules frites ! Naja, die gibt´s dort an jeder Strassenecke,
doch der Koch am CP kann´s besser!

Moules in einer Sauce aus Speck, Zwiebeln, Champignons und jeder Menge
Sahne !
Dazu ein Baquette und ein frischer Salat

und einen Calva als Nachtisch!
Lecker!
Einkaufstip:
Wenn man von Plouharnel Rtg Carnac fährt, findet man etwa 1 km ausserhalb von Plouharnel auf der rechten Seite einen Markt mit lokalen Spezialitäten, besonders Wurst und Fleischwaren. Dort kann man die Würste vor dem Kauf probieren und sich davon überzeugen, dass es durchaus sehr leckere Wurst in der Bretagne gibt!
11. Juni 2005

Eigentlich „nur“ ein wundervoller, fauler Tag ………. bei strahlendem Sonnenschein genieĂźen wir die Urlaubstage!
Nachmittags haben wir dann noch einen langen Spaziergang gemacht, bis ins Städtchen, um am Ufer im Hafen einen Pastis zu trinken.
Der RĂĽckweg fĂĽhrte uns ĂĽber den Sentier Cotier von Locmariaquer bis nach Kerpenhir.
Ein wunderschöner Spazierweg – nicht ganz einfach zu gehen und leider nicht behindertengerecht, aber interessant!


Meist fĂĽhrt der Weg direkt am Wasser entlang, wo bei Ebbe die Boote „schlafen“.


Manchmal jedoch wandert man durch Gärten, die alle einen eigenen Zugang zum Wasser haben.

 


Die Gärten sind liebevoll gestaltet, kleine Sitzecken und Grillplätze, Mäuerchen und Blumenspaliere machen die Gärten zu einer optischen Freude!

Weiter geht´s , an Fischerbooten und Austernbecken vorbei, zu den richtig großen Villen! Sie haben früher Austernzüchtern gehört, und auch die heutigen Besitzer , die oft aus Vannes kommen und nur die Wochenenden und die Ferien hier verbringen, geniessen noch die leckeren bretonischen Austern!

Liebevoll erhaltene und restaurierte Details fallen einem auf……

Nach ungefähr 6 km Weg sind wir wieder auf dem CP, mĂĽde, mit „runden“ FĂĽĂźen, aber zufrieden und hungrig!

Heute haben wir uns eine Lasagne zubereitet.
Sauce 1: gehackte duftende Tomaten, mit Knoblauch und Oregano verfeinert
Sauce 2: Sauce Bechamel mit Zwiebeln, frischen, eben vorgegarten Thunfisch (Thon blanc) und Tintenfisch.

Das alles fein mit Lasagneplatten geschichtet, Käse drauf ….. und ab in den Ofen!
Dazu ein frischer Salat mit Buttermilchdressing und frischem wilden Dill
und eine Feige fĂĽr jeden zum Nachtisch!

Man gönnt sich ja sonst nichts!

Einkaufstip

Diese Malerin betreibt mitten in Locmariaquer eine kleine Galerie, in der man sehr hĂĽbsche Aquarelle und Zeichnungen von Locmariaquer und Umgebung kaufen und bewundern kann.
Auch das alljährliche Poster zur Féte de l´huitre gestaltet Frau Gautier.

Weiter