Locmariaquer

Am 9. September sind wir endlich am Ziel ….auf dem

CP La Falaise in Locmariaquer

http://campingmunicipallafalaise.com

Den Platz auf der Düne mit dem tollen Blick aufs Meer lehnen wir bedauernd ab, er ist uns zu sandig. Wenn wir mindestens einmal am Tag weg- und wieder hinfahren,  pflügen wir innerhalb weniger Tage den Platz vollkommen um, und  wir haben  nun wirklich keine Lust, stecken zu bleiben!

Also wählen wir einen festeren Platz, der zwar keinen Meerblick bietet, aber wir können weit in die Dünen gucken, und da gibt´s ja auch immer was zu sehen!

Und ….. ja, ich weiss, wir stehen schief, aber das stört uns nicht …… solange wir nicht aus dem Bett fallen!

 

Die DĂĽnen sehen ja auch nur auf den ersten Blick etwas „langweilig“ aus ……… wenn man hindurch wandert, und ein wenig aufmerksam ist, blĂĽht da jetzt selbst im Herbst so viel!

 

Aber wir gehen erst  mal an den Strand…………….juchhu!

Und dann verwöhnt uns Gesine mit

Ailles de Raie  vom Grill mit einer Kartoffelpfanne,

und als Desert gibt es noch einen Teller mit kleinen Küchlein, 2 Sorten Käse, frischen Feigen und Melonenstückchen!

Jaaaaa, auch die Hunde mögen Melonenstückchen!

Das letzte, was wir vor dem Einschlafen hören, ist eine leise, aber durchdringende Frauenstimme:

„Petitopetitopetitopetiiiiiii!“

„Petitopetitopetitopetiiiiiii!“

Keine Ahnung, wen oder was sie suchte, aber lachen mussten wir doch!

Michelin

Strassen- und Reiseatlas Frankreich

1:200 000

im Ringbuchformat

ISBN  978-2-06-719301-7

 

 

Und weil im Reisebericht natĂĽrlich viel von „Essen“, vor allem „gut essen“ die Rede ist, noch ein Buchtip!

„Les meilleures Recettes de Bretagne“

Editions d´art Jack

Ein kleines Ringbuch im  DIN A 6 Format …. ISBN hab ich keine gefunden!

Mir gefällt das Format – ein Rezept pro Seite, und die Seiten sind abwischbar laminiert ….. macht  echt Sinn, wenn man engagiert kocht!

Man findet das daumendicke Ringbüchlein in Buchhandlungen, aber auch in den Papier-Abteilungen der Supermärkte!

 

 

Den nächsten Tag, den 10. Sept.,  gehen wir langsam an, geniessen die warme Sonne, und faulenzen!

Gehen auch mal in die recht ordentlichen Sanitäranlagen zum richtig heiss duschen!

In der Mittagszeit wollen wir wegen des Internets zur Post in Auray, die um 14 Uhr wieder öffnet. Gesine hat recherchiert, dass man da einen besseren Internetzugang bekommen kann, als unsere augenblicklichen 100MB/5Euro-Fuzzis, die nie lange halten.

Leider bekommen wir keinen Parkplatz in Auray, also machen wir mit den 5Euro-Dingern halt weiter!

ZurĂĽck zum CP …… nun lockt das schöne Wetter und das klare Wasser, und Gesine geht schwimmen!

23 Grad

 

Ich hab´s dokumentiert: da schwimmt sie!

Abends verwöhnt sie uns dann mit

Schweinezungenragout  mit „Sandmöhren“, auf Nudeln.

Und eine Mousse au Citron  „schliesst den Magen“!

Ein erhohlsamer Tag!

 

Naja, der nächste Tag brachte dann einen leichten Stessfaktor ….. pfeifenden Durchfall bei unserer HĂĽndin Maja!

Kennen wir eigentlich schon …. nach ein paar Tagen Reisen  kommt sie immer mit so was an!

 

Okay, eine Kohletablette und ein ruhiger Tag auf dem CP …… alles klar!

Bei einem Spaziergang entdeckt Gesine diese von Menschenhand geschaffenen Steinformationen:

Gesine hat sich zum tagtäglichen Trinken einen Pfefferminzsirup mitgebracht, den sie mit Wasser verdünnt.

Dabei fällt ihr ein, dass ihre Lehrerin  des Bildungsurlaubs  „Französisch“ erzählt hatte, dass fĂĽr sie als Studentin  dieser Sirup, mit Milch gemischt,  so ein Alltagsgetränk war. Und eben  „typisch französisch“ fĂĽr die Studenten damals!

Also … ausprobiert, und fĂĽr sehr lecker erklärt!

 

Kann man daraus ein Sorbet machen?

Kann man!

Milch, Minzsirup und  leicht angeschlagenes Eiweiss verrĂĽhren, im Eisfach  einfrieren, alle halbe Stunde  einmal durchrĂĽhren ….. klappt gut, und ist echt sehr lecker!

Und abends gab es dann

Galettes   ….. Buchweizen-Crepes

mit Schinken, Ei und Käse!

dafür  bin ich immer zu haben!

„Crepes et galettes“

von R.Charlon

Editions Ouest-France

ISBN 978-2-7373-4308-7

 

Da läuft einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammen!

 

Und den letzten Crepe haben wir dann mit Schafskäse und Honig gemacht und uns geteilt – edelst!

 

12. Sept.

 

Nach dem FrĂĽhstĂĽck gab´s fĂĽr Gesine ein „zweites FrĂĽhstĂĽck“ : Austern frisch und eigenhändig von den bei Ebbe freiliegenden Felsen geschlagen und an Ort und Stelle geschlĂĽrft!

La peche a pied

http://www.pecheapied.net/

https://www.youtube.com/watch?v=1jIMh72wR9I

 

Und dann  ein B&B-Tag  ( Buch&Beach)  nach einem Einkauf in Auray!

 

Aber einen „Blickwinkel“ möchte ich hier einsetzen – auf einer ganz anderen Tour ein paar Tage später entdeckt…….!

Les Jardins de Memoire

Einen Friedwald!

Hat mir gut gefallen!

Ich hab da viele neu gepflanzte Bäume gesehen,  Gestylte Bänke, aber auch einfache Gartenstühle .

Ich hatte den Eindruck, dass jeder Angehörige dort  nach seinen eigenen WĂĽnschen und gemäss seinen eigenen finanziellen Mitteln  Sitzgelegenheiten und auch ein wenig  „Andenken“ mitbringen kann!

Das Gelände  war sehr gross, fiel ab zu einer Bucht des Golfs von Morbihan ….. mit einem wunderschönen Blick aufs Wasser!……..

http://www.jardinsdememoire.com/

Wäre vielleicht – muss ich noch mal drĂĽber nachdenken – auch fĂĽr mich ein Platz fĂĽr die letzte Ruhestätte!

Ich denke mir, es ist ein schöner Platz auch fĂĽr Angehörige, die sich erinnern möchten, die schöne „memoires“ noch einmal nach-erleben möchten!

 

ZurĂĽck in die gelebte Gegenwart!

Ich mache noch einen Spaziergang alleine und sammele eine kleine Tüte reifer Schlehen, die mir beim Hundespaziergang blau leuchtend  aufgefallen sind!

Nach Recherchen im Internet  koche ich sie nun ein – und lasse sie zu lange und mit zu wenig Wasser köcheln. Der Erfolg: verbrannte Schlehenpampe und ein Kochtopf, den man nur noch wegwerfen kann – was wir auch ohne grösseres Bedauern tun, da er nicht der Besten einer war!

Lammleber mit selbstgekochtem Apfelmus und Stampfkartoffeln

Caramelpudding

 

Sonntag, 13. September, und Markttag in Carnac!

Die Wettervorhersage ist schlecht – man spricht von viel Wind und Regen,  und sie bewahrheitet sich leider, allerdings erst gegen Mittag , als der Markt schon fast beendet ist!

Uns erwischt der erste Regenschauer bei den letzten Einkäufen, und so kommen wir schwer beladen mit Lebensmitteln, Mitbringseln und  neuen Handtaschen   ( weil ja nun unsere  Tablets drin Platz finden mĂĽssen und wir uns nicht fĂĽr eine Handtasche entscheiden konnten und deshalb 3 gekauft haben…….) klatschnass, aber lachend und vergnĂĽgt zum Womo zurĂĽck!

Ein paar EindrĂĽcke vom Markt:

 

Danach sind wir noch  nach La Trinitaine ……………..da kann man bei Regen herrlich im Trockenen shoppen!

La Trinitaine ist ein „magasin d´usine“, also ein Fabrik-Outlet einer Keksmanufaktur, wo ausser Keksen viele regionale Produkte wie Cidre, Wurst, und Honig und natĂĽrlich Kitsch und Kunst angeboten werden.

http://latrinitaine.com

Knusprige, ganz dĂĽnne Kekse, die fast wie Krokant aussehen und schmecken ….hmmmmm legger!

 

Ausser der Keks-Touristenfalle gibt es dort aber auch eine sehr schöne kleine Bildergalerie,  mit schönen Fotos und  Drucken der Bilder von Malern aus der Region.

Mich freute es sehr, dass nicht nur Fotos des regional und auch ĂĽberregional sehr bekannten Fotografen Philip Plisson zu sehen – und zu kaufen waren, sondern auch  die Werke anderer Fotografen mal ausgestellt wurden!

Ich habe mir einen recht grossen Druck  eines Bildes des Malers Alain Coadou  „geschenkt“ und mitgenommen.

„Bateau“

 

 

Paella

Lasagne du mer

3 verschiedene Wurstsorten:  Andouille,

https://de.wikipedia.org/wiki/Andouille

und harte Känguruh-Wurst, sowie eine harte Wurst mit Nüssen drin

selbstgemachtes Pfefferminz-Sorbet

 

Am darauf folgenden Montag pladdert es, und es ist richtig heftig windig!

Doch in einer Regenpause  „wurden wir gefunden“!

Plötzlich steht eine Dame vor dem Womo, winkt und ruft fragend: „Anette und Gesine?????“

Susanne und ihr Mann ….. ich kenne sie aus einem österreichischen Camperforum!

Sie wusste, dass wir in Locmariaquer sind und hat uns gesucht – und gefunden!

Abends treffen wir uns dann ….. zu Cidre und Pastis  im

Snack La Paillote

am Campingplatz!

Ein schöner Abend mit sehr netten Menschen!

 

(Im La Paillote kann man auch sehr gut essen!)

 

 

Aber vor dem Cidre-und-Pastis-Abend gab´s  natĂĽrlich noch ein Abendessen – eine solide Grundlage muss sein!

Krebsscheren mit hausgemachter Mayo

Königinenpastetchen

 

15. September

 

 

Schweinebäckchen , geschmort mit Möhren und Champignons

auf neuen Kartoffeln

Mittwoch, 16. September

Das Wetter  ist „gemischt, mal Regen, mal Sonne, aber nicht mehr so windig!

Heute wollen wir mal durch Locmariaquer bummeln!

Leider sind, weil Mittwoch ist und am Mittwoch  „die BĂĽrgersteige hochgeklappt sind“, viele Geschäfte geschlossen, aber fĂĽr ein paar hĂĽbsche Fotos hat´s doch gereicht!

Und wir hatten GlĂĽck – mehr Sonne als Wolken!

Infos zu Locmariaquer:

http://www.locmariaquer.fr/

https://de.wikipedia.org/wiki/Locmariaquer

 

 

Zum Abendessen gab´s dann

geschmorte Putenoberkeule mit panierten Auberginenscheiben

Tomaten mit Parmesan und Balsamiko

Baquette

 

17.Sept.

Und noch ein Tag mit viel Wind – aber auch mit viel Sonne!

„Golfe du Morbihan“

Un pays de lumiére

Ouest-France

Im Zeitschriftenhandel  und in Supermärkten der Region erhältlich!

 

 

In einer Zeitschrift  (siehe Buch- bzw. Lesetip  weiter oben)  habe ich etwas gelesen – im Ort Baden auf der anderen Seite  des RiviĂ©re d´Auray gibt es einen AusternzĂĽchter, einen „ostrĂ©iculteur“, der sich  nach einer Virusinfektion seiner Austern und den damit verbundenen finanziellen Verlusten entschlossen hat, sich ein weiteres finanzielles „Standbein“ aufzubauen. Er hat sich ein Boot, den traditionellen flachen Austernarbeitsschiffen  des Golfes von Morbihan nicht unähnlich,  bauen lassen und nimmt darauf Austernliebhaber und Interessierte mit in die Austernbänke – gegen entsprechende Bezahlung natĂĽrlich.

Das wäre doch mal was für uns, besonders für Gesine, die Austern mag!

Also ab ins nette Internet:

http://www.aurythmedesmarees.fr/

……die Abfahrten des Bootes richten sich logischerweise nach den Gezeiten ….. Samstag wĂĽrde uns gut passen!

Und dann sind wir nach Baden gefahren, um zu buchen!

Eine schöne Fahrt durch dichte Kastanienwälder…..mit interessanten Ausblicken!

Für Samstag gab es noch keine Buchungen, es sei fraglich, ob so off saison noch was kommt, aber am Freitag wären noch Plätze auf dem Boot frei.

Klar haben wir gebucht, fĂĽr 29 Euro pro Person.

 

Ach ja, und da  der Austernzüchter geschäftstüchtig ist, hat er auch noch einen kleinen Wohnmobilstellplatz eingerichtet:

…..und bietet ihn ĂĽber „France Passion“an!

https://www.france-passion.com/de/

 

 

Nachmittags mĂĽssen wir dann erst mal Crema  die Balsamico kochen ……unsere selbstgemachte von Zuhause ist alle!

Die Trauben habe ich ausgespresst, nun muss Gesine  „köcheln“!

Langue de bouef

Jakobsmuscheln im Serano-Mantel, mit einem frischen Steinpilz in Creme fraiche gegart

 

Am Freitag morgen dann ein gespannter Blick gen Himmel:

genau das richtige Wetter fĂĽr eine Bootstour im Golf von Morbihan!

Eine idyllische Bucht……!

La Cabane …….dort kann man ĂĽbrigens auch Austern, Krebse und Muscheln essen!

Au Rythme des MarĂ©es ……lebt ein AusternzĂĽchter!

Wir wurden  gewarnt – zieht Euch warm an, auf dem Wasser kann es trotz Sonnenschein kĂĽhl werden!

Also: Windjacke, und vorsichtshalber ´nen Pulli mitnehmen!

Aber die Wartezeit, bis das Boot abfuhr, habe ich im Sonnenschein genossen!

Los geht´s!

Erst  mal fährt Ivan, unser BootsfĂĽhrer, mit uns hinaus in die Bucht und erzählt uns ĂĽber seine harte Arbeit, ĂĽber die Gefahren fĂĽr die Austern,  und ĂĽber die tödlichsten Feinde der Austern ….. den Seestern, die Dorade  (hier zeigt er uns das Gebiss einer Dorade royale – uiuiui, ganz ordentlich, hätte ich nicht gedacht! ) und eine Schneckenart.,  der Purpurschnecke.

Dann fährt er zu seinen Austernbänken, die direkt vor Locmariaquer liegen!

Er zeigt uns „Austernbabies“ und erklärt, wie oft die Säcke, in denen sie leben, gewendet, geklopft und neu sortiert werden mĂĽssen.

 

Dann dĂĽrfen 4 Gäste , die Ivan mit passenden Wathosen ausgestattet hat, mit hinaus auf den Meeresboden, um selbst mal  „Hand anzulegen“!

Alle sind sich einig: AusternzĂĽchten ist „Knochenarbeit“!

Schnell steigt die Flut, und wo eben noch Austernbänke waren, sieht man jetzt nur noch Wasser!

Jetzt bittet Ivan zur Tafel: aus einem Kühlschrank holt er grosse Teller mit bereits geöffneten Austern, mit Zitronenschnitzen, mit Weissbrot und gesalzener Butter, und ein gut gekühlter Wein fehlt natürlich auch nicht!

Während die einen noch geniesserisch Austern schlĂĽrfen, erklärt und zeigt  Ivan den Interessierten  dann noch, wie man Austern gekonnt öffnet, ohne sich zu verletzen…….eine Kunst fĂĽr sich!

Viel zu schnell sind die 2  1/2 Stunden rum…… eine wunderschöne Bootstour, ein charmanter AusternzĂĽchter, der viel ĂĽber sein Metier erzählt hat………..es hat sich echt gelohnt fĂĽr uns!

 

Und weil wir zu faul sind zum Kochen und auch noch zu viele Bilder im Kopf haben von diesem schönen Ausflug, gehen wir ins

La Paillote

am Campingplatz essen!

Als Aperitif einen Kir Breton    ( mit Cidre statt Sekt oder Weisswein)

dann einen „bretonischen Salat“ mit grĂĽnem Salat, Eiern, gekochten Kartoffeln, Thunfisch, Anchovis und Tomaten, fĂĽr mich,

einem gegrillten Hahn mit Pommes fĂĽr Gesine

und Apfelkuchen mit Vanilleeis bzw. Yoghurt  mit einer tollen roten Fruchtsauce

 

Samstag, 19. Sept

 

Am nächsten Tag machen wir erst mal den Wochenendeinkauf, und dann einen schönen langen Spaziergang auf der „Druidenhalbinsel“, die man vom CP aus sehen kann.

 

Die „Druideninsel“  bei verschiedenem Licht und unterschiedlichem Wasserstand:

 

 

Und natĂĽrlich kommen wir an den dicken und reifen Brombeeren nicht vorbei……die werden morgen frĂĽh zur Yoghurt sicher sehr gut schmecken!

 

Ach ja …..Spaziergänge………….

In der Touristen-Info und manchmal auch auf dem CP  gibt es  eine gute kleine Karte zum Spazierengehen, Wandern, Radfahren , mit deren Hilfe man sich wirklich schöne Touren zusammenstellen kann!

PLAN Locmariaquer, Crac´h  et Saint-Philibert

 

 

Schweinefleisch vom Grill

Risotto mit frischen Steinpilzen

Paprika mit Ziegen-Frischkäse

 

Ganz nebenbei freuen wir uns ĂĽber den 5m langen Gasschlauch, den wir uns vor dem Urlaub noch besorgt haben fĂĽr unseren kleinen Gasgrill – er bringt mehr „Beweglichkeit“ und man sich besser nach  der Windrichtung orientieren!

 

Und mal ein etwas anderer Buchtip ….. fĂĽr alle, die sich im Urlaub auch mal kĂĽnstlerisch betätigen möchten………….

„Peindre la Bretagne a l´aquarelle“

Yvon Carlo

Editions Ouest-France

ISBN2.7373.345.7

Amazon

 

 

Und auch den Sonntag verbringen wir mehr oder weniger faul, machen  einen langen Spaziergang mit den Hunden, lesen,  undgeniessen die Sonne!

Beim Spaziergang treffen wir auch das nette Ehepaar aus Heide wieder, die wir auf dem Austernboot kennengelernt haben. Auf unsere Empfehlung hin sind sie hier auf den CP gekommen und sind begeistert!

Sie haben ebenfalls zwei Hunde dabei, und Maja und Juma und Ben und Willi können sich so richtig austoben am Strand!

 

 

Beim „Durchblättern“ der Bilder auf der Kamera fällt mir was ein – riesige Plakate, von einem hier recht bekannten KĂĽnstler gestaltet. Gesehen an der Wand der Keksfabrik La Trinitaine.

 

 

 

Am Montag, den 21. September, scheint zwar die Sonne, aber leichte Dunstschleier steigen ĂĽber den DĂĽnen auf – hoffentlich bleibt es schön!

Heute wollen wir dem Tip der Heidener folgen und mal zu den Roches du Diable , ein wenig von der KĂĽste weg fahren.

https://fr.wikipedia.org/wiki/Les_Roches_du_Diable

 

Im FrĂĽhjahr und im FrĂĽhsommer eine Kanustrecke, auf der durchaus auch internationale  Wettkämpfe ausgetragen werden  …..jetzt eher ein iyllischer Bach, der zwischen den Felsen durchplätschert.

Ein bisschen musste ich ĂĽber das „Baden-verboten-Schild“ dann doch lächeln!

Es begann zwar ein wenig  zu nieseln –  was uns aber nicht von einem langen Spaziergang abhalten konnte!

Leider wurde Gesine gleich zu Beginn des Spazierganges von einer Wespe in die Hand gestochen, was natĂĽrlich sehr schmerzhaft war und den Spaziergang ein wenig „vermieste“!

Wir hofften, dass es nur in den Bergen, 30 km von der KĂĽste entfernt regnet, daber das war leider nicht so ……es nieselte auch an der KĂĽste!

Queue de Lotte …. „Lottenschwanz“ mit Steinpilzrisotto

Pommes Tatin

 

https://fr.wikipedia.org/wiki/Tarte_Tatin

Die Schwestern Tatin führten  ein Restaurant, das viel von den Jägern aus der Region besucht wurde.

An einem Sonntag, einem Jagdtag, bereitete eine der Schwestern einen Apfelkuchen vor und vergass  „in der Hitze des Gefechtes“, den Teig in die Form zu legen …..sie warf in ihrer Eile einfach die Ă„pfel hinein!

Als sie merkte, dass sie den Teigboden vergessen hat, legte sie ihn einfach obendrauf und schob den Kuchen in den Ofen ……. er soll hervorragend geschmeckt haben!

 

22.September …..und echtes bretonisches Wetter:

und es ist windig!

Also nutzen wir den Tag fĂĽr den Grosseinkauf fĂĽr zu Hause!

Ach ja, woher kriegen wir einen Lenkdrachen für Florian, den Lebensgefährten unserer Tochter?

Versuchen wir´s mal im Spielzeuggeschäft in Auray!

Und siehe da, sie haben , was wir suchen.

Allerdings mĂĽssen wir uns schnell entscheiden, denn es ist 12.30 Uhr und der Laden macht ĂĽber Mittag dicht.

Auf dem Weg zur Kasse komme ich am Regal  mit Stofftieren vorbei ……………….nein, ich komme eben nicht vorbei, weil ein superhĂĽbscher, fast lebensgrosser Basset mich regelrecht „anmacht“!

Und dann  will er auch noch mit zur Kasse und ins Wohnmobil!

Na gut, bin ja tierlieb!

Ab jetzt gehört halt „Bruno“ zum Haushalt dazu!

 

Und abends ist auch das Wetter wieder gut zu uns!

 

Mittwoch, 23. September, und Gesine hat Geburtstag!

 

 

Nach einem ĂĽppigen FrĂĽhstĂĽck macht Gesine mit Maja einen langen Spaziergang einmal um die Halbinsel drumherum …….und entdeckt noch schöne alte Häuser, die wohl zu einem Bauernhof gehören.

Zu unserer Freude sieht sie dort auch die alte Dame, die früher den netten Supermarkt in der Nähe geleitet hat und mit der bei früheren Reisen ab und an mal ein paar Worte gewechselt haben!

Die Dame muss inzwischen ĂĽber 80 Jahre alt sein!

 

Juma und ich gehen zum Strand, und ich sammele Muscheln.

Mein spezieller  „Liebling“

die winzige, kaum „kleinfingernagelgrosse“   „Europäische Kauri“

(Danke an Wiki!“

 

Juma sitzt verträumt auf dem nassen Sand, guckt in die Welt, und bemerkt die Welle nicht, die etwas höher kommt als die zuvor ……das gab einen nassen Popo!

Erst guckte sie ja ein wenig „doof“, aber dann fing sie an, wie ein Welpe mit den Wellen Fangen zu spielen!

Auch Hund ist  wohl nie zu alt für fröhliche Albereien!

Am frĂĽhen Nachmittag sind wir dann nach Auray reingefahren und haben einen langen Bummel durch die Strassen und Gassen dieser hĂĽbschen Stadt gemacht.

Auray ist immer einen Ausflug wert!

 

Und bei „Auray“ muss ich immer an den schönen alten gemauerten Waschplatz unter der BrĂĽcke denken …………………..ich finde das Bild aber gerade nicht mehr!

DafĂĽr das Bild vom Waschplatz in Carnac ………….

 

und, von einer anderen Reise in  Barfleur!

 

Ein Ausflug ohne Kamera……aber bei diesem Baum musste dann Gesine mit dem Handy fĂĽr mich zwei Fotos machen ……was ist das denn fĂĽr ein Baum?

Kenne ich nicht!

Zwei interessante BĂĽchlein haben wir von Auray mitgebracht:

 

 

ZurĂĽck zum CP……jetzt wird´s aber Zeit fĂĽr den Geburtstags-Champagner!

Für´s Abendessen haben wir uns einen Tisch im

Relais de Kerpenhir

reserviert –  mal ausprobieren, wie das Restaurant so ist!

Ist ja nicht weit weg vom CP, wir können also gut zu Fuss hingehen!

http://www.morbihan.com/locmariaquer/hotel-restaurant-le-relais-de-kerpenhir/tabid/1908/offreid/96320ac0-4d85-46b1-861d-3cc66f4b1622

Was wir dort gegessen haben?

 

Gesine hat mit 6 Austern und 5 Crevettes angefangen.

Dann Coquilles St. Jacques

Gegrillte Lammkeule mit Pommes frites

kleine Käseplatte

 

Ich hab mich hergemacht ĂĽber

geräucherten Lachs auf Toast

Coquilles St. Jacques

Filet de Canette  (Entchen) in Pfeffersauce mit Pommes

Käseplatte

 

Insgesamt haben wir für das hervorragende  Essen, plus 2 Aperitif und eine Flasche Wein 75 Euro bezahlt.

Das Ambiente ist ein bisschen „spiessig“, dafĂĽr ist der Service hervorragend!

 

Was mich besonders gefreut hat…..

ich hatte schon Tage vorher in der Touri-Info nach dem Affiche der diesjährigen Fete de l´Huitre, dem Austernfest, gefragt, weil ich die Poster seit Jahren sammele und damit meine KĂĽche „schmĂĽcke“ ….. es war leider ausverkauft.

Im Restaurant hing das Poster noch ….. und auf meine Anfrage hin bekam ich es sofort als Geschenk!

http://www.morbihan-way.fr/fr/events/2015/fete-de-l-huitre-23-aout-2015

 

 

Am nächsten Tag, Donnerstag, den 24. Sept., checken wir nach dem FrĂĽhstĂĽck an der Rezeption aus und machen uns auf den Heimweg – wir haben ja noch ĂĽber eine Woche Zeit!

Aber das komische Gepfeife aus dem Motorraum lässt uns keine Ruhe ….. ab einer gewissen Drehzahl und  wenn der Motor  „angestrengt“ wird, pfeift es los!

Also in Vannes in eine Fiat-Werkstatt.

Ein riesiger Laden,  und wir haben schon Probleme, den Eingang zu finden!

Ein netter junger Mann  spricht uns an ….. dem muss ich erst mal klar machen, dass er bitte langsamer sprechen soll, weil mein Französisch nicht so schnell ist wie seines.

Dann versteht er, dass wir ein Womo-Problem haben, aber ….. keine Reparaturzeiten frei  bis Oktober!

Ich schildere  wild gestikulierend und mit einiger Lautmalerei unser Problem, wobei mich Gesine tatkräftig und aussagekräftig mit dem unterstützt, was sie übers Internet über die mögliche Fehlerquelle hat ausfindig machen können.

Dem jungen Mann geht sichtbar ein Licht an :“! Mais oui …. l`intercoleeeeeer!“

Genau!

Naja, angucken wollen sie es sich ja mal . Man ist ja nett und will zwei  hilflose Omas nicht einfach so ohne Hilfe stehen lassen!

Also holt er einen Mechaniker, und rasch wird beim Blick in den Motorraum klar:  der dicke Schlauch vom „intercooleeeeer“ hat sich an einer Metallkante durchgescheuert und pfeift jetzt auf diesem Loch!

Kein Problem, sie haben zwar kein Ersatzteil da, aber  „Panzertape“. Mit diesem eleganten schwarzen Tape wird der ungereinigte Schlauch wie eine Mumie umwickelt ……damit können wir problemlos bis nach D fahren!

Das Ganze war kostenlos – einen kleinen Schein habe ich aber dennoch fĂĽr die Kaffeekasse dagelassen, weil alle so nett waren!

Das Tape hielt, was es versprach ….. bestimmt 300m weit.

Jetzt klang das zusätzliche Geräusch aus dem Motorraum nicht mehr wie Pfeife, sondern wie Düsenjet beim Abheben!

Ab in den nächsten Baumarkt – Kleber und Kabelbinder gekauft.

Und zurĂĽck auf unseren CP!

Reparatur ….. erst mal den Schlauch grĂĽndlich mit Reiniger von Fett und Dreck befreien, dann den Handschutz zum Austernöffnen  ( eine biegsame Plastikplatte) um den Schlauch kleben und mit einem Dutzend Kabelbindern  fixieren. Zeitweise sah das Ganze aus wie ein Igel, bis Gesine die Kabelbinder-Enden abgeschnitten hatte.

Okay, und jetzt  aushärten lassen – bis morgen warten!

 

Gesine macht noch einen langen Spaziergang mit Maja, während Juma und ich an den Strand wandern.

Juma stöbert in SeetangbĂĽndeln rum, schnuppert hier und da ….. und gerade als ein paar Leute an uns vorbei gehen, kommt sie mit etwas  dickem, runden im Schnäuzchen zu mir. Erste Reaktion: „Juma, aus!“

Neee, störrisch wie sie ist bringt sie, die nie, niemals aportiert, das runde Teil zu mir und legt es mir vor die Füsse!

Einen leeren, aber sehr, sehr stacheligen Seeigel hat mir die Kleine da  „geschenkt“!

Die Leute um uns rum haben ganz schön gestaunt!

….der Vergleich mit dem Zahnstocher zeigt die Größe!

Und heute abend gibt es Galettes……..

noch mal, weil´s so lecker ist!

So, und morgen ist nun unsere Zeit hier „abgelaufen“!

Wir machen uns endgĂĽltig auf die Heimreise!

Hier geht´s weiter!