Teil1 – Anreise

Samstag, 30. August ´08

Noch vor dem FrĂĽhstĂĽck sind wir unterwegs – ab zu den Teichen in Ohmstede bei Oldenburg, wo wir den Tee und frische Brötchen bei strahlendem Sonnenschein genieĂźen!
Eine stressfreie Fahrt ĂĽber die A31 – und am frĂĽhen Nachmittag sind wir bereits in Winterswijk in den Niederlande – bekannt durch den riesigen Campingmarkt „obelink“.
Wir jedoch fahren zum Jumbo-Supermarkt, um den leeren KĂĽhlschrank fĂĽr das bevorstehende Wochenende aufzufĂĽllen.
Nach dem reichhaltigen Einkauf ĂĽberlegen wir – gehen wir hier auf den Stellplatz beim Forellenhof, oder fahren wir weiter?
Es ist noch frĂĽh am Tag, die Strassen sind angenehm leer, die Sonne scheint …. wir fahren weiter!

Im CampingfĂĽhrer finden wir den
CP “ Het Groene Eiland “ ( 13,80 Euro all incl. )
SĂĽdwestlich von Arnheim, 14 km von der Autobahn entfernt, und beschlieĂźen, dort die Nacht zu verbringen.

 

 

 

Der CP ist noch recht voll, was vor allem am Wochenende und am schönen Wetter liegt, doch er gefällt uns gut! Wir bekommen einen Platz am Wasser – kein Wunder, denn der CP liegt an einem Nebenarm des „Waal“ (Rhein), auf einer Halbinsel, mit einer eigenen Lagune, und jeder Platz hat Blick auf´s Wasser!

 

 

Wir genieĂźen den ersten Urlaubsabend, und auch die Hunde freuen sich, weil sie auf den Inselchen in der Lagune so herrlich hinter Karnickeln herschnuppern dĂĽrfen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 31.August

Zeitig geht´s weiter, über Belgien nach Calais, wo wir gegen 15 Uhr eintreffen.

 

 

 

In Calais ist wegen eines Radrennens alles gesperrt, die Fahrt von der Autobahn bis zum Stellplatz am Strand wird zur Stadtrundfahrt!

Der Stellplatz ist ziemlich voll, und wir finden nur einen Platz in der 2. Reihe, aber wie heißt das so schön: abwarten und Tee trinken!

Wir kennen das ja schon: an schönen Sonntagen machen viele Franzosen aus der Umgebung von Calais mit ihren Womos und der ganzen Familie einen Ausflug an den Strand ….. und erfahrungsgemäß fahren sie am späten Sonntag nachmittag dann wieder ab! Wir beobachten also aufmerksam die vor uns stehenden Mobile – eines davon, direkt vor uns, beherbergt viel zu viele Menschen, und hat ein Kennzeichen aus der Gegend!
Und richtig – kurz vor 17 Uhr werden Kind und Kegel eingesammelt, und der Franzose fährt weg !Und …. schwups ….. stehen wir in der ersten Reihe mit Blick auf den Kanal und die vielen Fähren!

An der Pier wird gebaut, und um zu verdeutlichen, welche baulichen Probleme bei einer solchen auf „Stelzen“ stehenden Promenade entstehen, hat man ein Segment dieser Pier auf dem groĂźen Parkplatz aufgebaut – mit Erklärungen und Schautafeln! Recht interessant!

Beim Spaziergang mit den Hunden sehen wir zum ersten mal in all den Jahren, in denen wir hier einen Tag verbracht haben, die weiĂźen Klippen von Dover richtig deutlich!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 1. Sept.

Was einem so unterwegs alles passieren kann!
Viel Verkehr, aber keine Laster auf der Autobahn, also läuft alles ruhig und zügig.
Tempomat auf knapp 100 km/h – lass man laufen, die Kiste.
Kurz vor Antwerpen – plötzlich ein Geräusch am Womo – man kann es sogar fĂĽhlen :“ratatatat“!
Reifenplatzer?
Ich reiĂźe den FuĂź hoch auf´s Pedal – und höre ein „plumps“ und unwilliges Knurren und Brummen!

Schlagartig bin ich hellwach – und liege im Womo in meinem Bettchen! Ich hatte das alles nur geträumt, und als ich so abrupt auf´s Pedal gestiegen bin, habe ich mit dieser Bewegung meine kleine Juma, die neben mir auf meiner Decke schlief, recht unsanft aus dem Bett geworfen! Sie hatte sich wohl mit der Pfote hinter den Ohren gekratzt und damit das komische Geräusch ausgelöst!

Jedenfalls sind wir in dieser Nacht noch mehrmals geweckt worden – einige der Womos standen wohl auf der „Warteliste“ der Fähren und fuhren dann im Laufe der Nacht weg – manche schaffen das ja leise und unauffällig, aber einige Fahrer mĂĽssen dann erst mal den Motor warm laufen lassen, tausend Stauklappen lautstark verschlieĂźen, den Hund rufen und die Ehefrau einnorden, bis sie endlich vom Platz fahren!

Calais ist eben nicht der ruhigste Stellplatz – aber fĂĽr uns immer wieder schön!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem FrĂĽhstĂĽck sind wir ĂĽber die Pont de Normandie weiter auf den bekannten Stellplatz nach Arromanches gefahren, der immer noch nur 15 Euro kostet.
Es ist warm und sonnig, und wir genieĂźen den langen Hundespaziergang am Strand.

Bei Caen Rtg Bayeux gibt es kurz nach der Autobahnabfahrt einen wundervollen Cora Supermarkt, der eine V/E fĂĽr Wohnmobile bietet und bei dem der Diesel an diesem Tag nur 1,29 Euro kostete.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dienstag – und wie immer am zweiten Tag in Arromanches regnet es!

Der Regen hört kurz vor Locmariaquer auf, und schon am frühen Nachmittag sind wir im bekannten Supermarkt in Loc und kurz danach an der Rezeption des CP.
Jetzt wird´s lustig – seit ein paar Wochen hat meine Gesine ja ihre neuen Papiere – Perso, EC-Karte, und natĂĽrlich auch die ADAC-Campingcard.
Die reichen wir nun ĂĽber den Tresen, und die Empfangsdame zieht sie durch das Lesegerät. Stutzt: „Waren sie schon mal hier?“ – „Ja!“ — „Aber ich habe hier nur einen W.?????“ – „Das hat sich geändert , c´est maintenant Gesine! Les deux dames Cubasch!“
Sie lächelte nur, meinte, dann würde sie das jetzt ändern, und gut war´s !

Wir haben wieder unseren Stammplatz auf der DĂĽne bekommen, und sind absolut nur glĂĽcklich, da auch das Wetter immer besser wird!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf jeden Fall wollen wir hier erst mal ein paar Tage bleiben und faulenzen!