Hallo,liebe CB-Freunde,
damit ich Euch nicht all zu sehr mit TS und OP langweile, werde ich jetzt mal ein bisschen vom Alltag, in diesem Falle Schulalltag, berichten.
Natürlich kann ich in diesem Falle nur optische Eindrücke schildern – dank der versiegelten Fenster (Klimaanlage) kann ich ja nichts hören, und wenn ich was hören könnte, würde ich nichts verstehen!
Nahe bei unserem Hotel ist eine Schule, mit Kindern zwischen 4 und 14 Jahren, würde ich schätzen.
Mehrere langgestreckte , zweistöckige Gebäude gruppieren sich um einen Innenhof, in dem ein Fahnenmast, eine bestimmt 1,50 m grosse Elefantenstatue und ein hoher, schmaler Schrein stehen.
Der von Bäumen beschattete Innenhof ist durch ein grosses, zur Strasse offenes Tor zugänglich.
Das Tor ist ab 7 Uhr morgens geöffnet, ein Pförtner sitzt dort in einem kleinen Kabuff.
Schon kurz nach Öffnung des Tores kommt ein ständiger Strom an Mofas,Motorrädern, Fahrrädern, auf denen oft 2 Erwachsene und 2 Kinder sitzen. Ja, ehrlich! Man staunt: vorne sitzt ein Kind , eingequetscht zwischen Lenkstange und lenkendem Papa. Dahinter sitzt noch so ein Pöks, und ganz hinten sitzt Mama! Manche Mofas haben auch „Beiwagen“, angebaute „Bollerwagen“, in denen bis zu 5 Kindern auf einfachen Holzplanken Platz haben! PKWs sieht man wenige, erst, wenn gegen 8 Uhr der Lehrkörper ankommt, fahren ein paar PKW vor.
Also: vollbeladen fährt die Karavane der Zweiräder in den Schulhof, die Kinder steigen ab, bekommen von Papa eine Tasche, und laufen auf den Hof.
Papa wendet im grossen Kreis und fährt raus.
Dieser lebhafte „Kreisverkehr“ geht so bis 8 Uhr, vielleicht 10 Minuten nach 8 Uhr.
Die Kinder toben und spielen auf dem Schulhof.
Die jüngeren Kinder kommen alle in weissen Hemden/Blusen und dunkelgrauen kurzen Hosen/Röcken, die grösseren in roten T-Shirts und langen dunkelgrauen Hosen/Röcken.
Die ganz kleinen Kinder ziehen dann in der Schule ein blaues Kittelchen über die Schuluniform.
Punkt 8.15 Uhr formen sich die Kindr zu ordentlichen Reiher – ganz rechts die kleinen in den blauen Kittelchn, in der Mitte die weiss/dunklen , ganz links die rot/graune Grossen, alle Reihen zum Fahnenmast hin ausgerichtet..
Offensichtlich lauschen sie alle aufmerksam, ohne zu zappeln, bis zwei grössere Jungs vortreten und feierlich, langsam, die Landesfahne hissen.
Weitere 5 Minuten andächtigen Zuhörens, dann sausen die Kleinsten in einer mehr oder weniger ordentlichen Reihe in eines der Gebäude.
Um 8.30 Uhr dürfen dann auch die weiss/grauen die Reihen verlassen und verschwinden in den Gebäuden.
Und die Grossen………. müssen bis 8.40 Uhr ausharren, bis sie die Unterrichtsräume aufsuchen dürfen.
Am nächsten Morgen verlief das Zeremoniel etwas anders: nach dem Flaggehissen und den ersten 5 Minuten liefen die Kleinsten zwar wieder in ihre Klassenzimmer, die anderen jedoch stellten sich in zwei unterschiedlich grossen, sich gegenüberliegenden Gruppen ordentlich auf, und eine Dame, wohl eine Lehrerin, schien etwas vorzulesen. Und dann rannt immer eines der Kinder aus der rechten Gruppe in die linke, offensichtlich sehr fröhlich. Nicht alle Kinder durften auf die linke Seite wechseln. Die, die rechts bleiben mussten, verliessen in einer geschlossenen Gruppe den Hof. Die linke Gruppe blieb bis 8.40 Uhr und verteilte sich dann auf die Klassenzimmer.
Ob das so eine Art „Belohnungsrunde“ war? Ich weiss es nicht!
In den Pausen spielen die Kinder – so, wie alle Kinder dieser Welt spielen (sollten), Hüpfen, Seilspringen, Fangen, Abklatschen…………nicht anders als auf jedem deutschen Schulhof!
Der Unterricht beginnt um 8.45 Uhr, und geht mit Pausen bis gegen 16 Uhr ……… dann fährt wieder die Karavane der Mamas und Papas im Kreise über den vorderen Teil des Schulhofes, und die Kinder werden wieder „eingesammelt“!
Soweit zu meinen rein „optischen“ Eindrücken zum Schulalltag!
Liebe Grüsse
Anette